Dank neuer Kodierung will der Streaming-Dienst Netflix seine Bildqualität bei SD-, HD- und FullHD-Inhalten verbessert haben. Die Änderung ist vor allem der mobilen Entwicklung geschuldet, gilt jedoch nicht für 4K-Inhalte. Erstaunlich ist, dass teilweise weniger Bandbreite benötigt wird, als zuvor. Mit der Neuerung will Netflix seine anfänglichen Fehler in Sachen Bildqualität und Stärke der Leitung wettmachen.

Update gilt nicht für Ultra-HD-Inhalte

Zu Beginn von Netflix wurde festgelegt, dass User je nach Bitrate gewisse Auflösungen zugeteilt bekommen. Wer sich ein wenig mit Videokompressionsverfahren auskennt, weiß jedoch, dass eine Serie, wie die Simpsons eine deutlich geringere Bitrate aufzuweisen hat, als eine Naturdoku mit vielen unterschiedlichen Farbtönen. Die vorher festen Auflösungen – die von den Bitraten der User abhängig waren – wurden nun jeweiligen Inhalten zugeordnet.

Unterschieden wird zwischen den Auflösungen 1.920 x 1.080, 1.280 x 720, 720 x 480, 512 x 480, 384 x 288 und 320 x 240 Pixel. Zudem sollen die Endgeräte der User berücksichtigt werden. Ein Smartphone, das kein FullHD darstellen kann, wird auch keine solche Auflösung zugeteilt bekommen. Unter dem Strich werde für eine 1080p-Wiedergabe zudem rund 20 Prozent weniger Bandbreite benötigt. Netflix konnte also bei voller 1080p-Kodierung die Bitrate von ca. 5.800 kBit/s auf 4.640 kBit/s senken – und das ohne Einbußen in Sachen Qualität.

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