Die brandneue Fujifilm X-T2 ist die erste Kamera der firmeneigenen X-Serie, die auch die Aufnahme von Videos in 4K-Auflösung ermöglicht. Das High-Tech-Instrument kommt daher wie der Wolf im Schafspelz. Vom Styling her darf man die X-T2 als absolute Tiefstaplerin bezeichnen. Sie erinnert in ihrem Vintage-Look an kantige Spiegelreflex-Kameras der 1970er und 1980er Jahre und spielt erst bei genauer Inspektion ihre Trümpfe aus. Dass sie ohne Spiegel auskommt, ist einer davon.

Um optimale 4K-Video-Qualität zu erreichen, wird im Over-Sampling-Verfahren die 1,8fache Menge der benötigten Informationen aufgezeichnet, bei FULL HD sogar 2,4fach. Sowohl bei 4K als auch bei FULL HD wird die hohe Bitrate von 100 Mbps unterstützt. Filmsimulationen, die für das Erstellen von außergewöhnlichen Fotos sehr beliebt sind, können auch für Video-Clips verwendet werden. „Classic Chrome“ sorgt für eine natürliche, nuancenreiche Farbwiedergabe. „ACROS“ produziert Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit sehr fein abgestimmten Tonwerten und tiefen Schwarztönen.

Mechanische Wahlräder und neu konzipierter Sensor

Abgestimmt auf die Bedürfnisse von Videografen unterstützt die X-T2 die Clean HDMI-Ausgabe für 4K-Videoaufnahmen und bietet auch die „F-log“ Gamma-Option, um den Vorteil des enormen Dynamikumfangs des völlig neu konzipierten Sensors mit 24,3 Megapixeln zu nutzen.

Das verstellbare Display verrät, dass die neue Fujifilm X-T2 keine "normale" Spiegelreflex ist.

Das verstellbare Display verrät, dass die neue Fujifilm X-T2 keine „normale“ Spiegelreflex ist.

Die Fujifilm X-T2 ist eine spiegellose Premium-Systemkamera mit großem OLED-Sucher und sehr schnellem Autofokus. Sie kombiniert die von Fujifilm entwickelte Sensor- und Prozessor-Technologie unter Verwendung von ultra-scharfen Fujinon Objektiven vom Superweitwinkel bis zum extremen Tele. Ihr kompaktes, leichtes Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Das klassische Design mit zentral positioniertem elektronischen Sucher erfreut sich seit der Einführung des Vorgängermodells X-T1 im Jahr 2014 großer Beliebtheit. Bedient wird die Kamera über mechanische Wahlräder.

Eine verbesserte Signalverarbeitung führt zu weniger Bildrauschen bei hohen Empfindlichkeiten bis 51200 ISO. Der Autofokus arbeitet schneller und präziser als je zuvor. Die Anzahl der Fokuspunkte wurde von 49 auf 91 erweitert. Das hochauflösende OLED-Panel des elektronischen Suchers verfügt über 2,36 Millionen Bildpunkte. Die maximale Helligkeit wurde verdoppelt, die Auflösung im Live View-Modus verbessert, so dass Moiré oder falsche Farben eliminiert werden. Im Normal-Modus liegt die Bildwiederholungsrate bei 60 Bildern pro Sekunde, im Boost-Modus bei 100.

Über eine App lassen sich viele Kameraeinstellungen per Smartphone oder Tablet fernsteuern. Per Wi-Fi können Bilder und Videos problemlos übertragen werden. Ab September ist die Fujifilm X-T2 im Handel erhältlich. Das Gehäuse wird etwa 1700 Euro kosten. Zusammen mit dem Objektiv Fujinon XF18-55 F2.8-4 R LM OIS werden 2000 Euro fällig.

Quelle: Fujifilm