Fotografie und Videografie wachsen immer mehr zusammen. Nicht alle Hersteller sind ob dieser Entwicklung hellauf begeistert, bei wenigen herrscht so viel Flexibilität wie bei Sony. Wer Kameras von Sony besitzt, kann die Mehrzahl passender Wechsel-Objektive gleichzeitig am Sony PXW-FS7 II, einem ab Mitte Januar 2017 erhältlichen 4KProfi-Camcorder, einsetzen.

Dann verliert der UVP von 10.965 Euro für das kompakt wirkende, zwei Kilogramm leichte Gerät gleich etwas von seinem Schrecken. Im Alpha Photo-Magazin verwendet man sogar den Ausdruck „Schnäppchen“. So rotzfrech, wie das im ersten Moment klingt, ist es gar nicht.

Konzipiert für mobilen Einsatz auf der Schulter

Denn dieser professionelle und kompakte Camcorder wurde speziell für den Ein-Mann-Betrieb im mobilen Einsatz auf der Schulter entwickelt. Er verfügt über einen verstellbaren, ergonomischen Handgriff mit Fernsteuerungselementen und frei belegbaren Tasten. Der E-Mount ermöglicht den Einsatz unterschiedlicher Objektive und mit dem A-Mount Adapter LA-EA4 (optional erhältlich) können sogar A-Mount Objektive eingesetzt werden.

Der Super-35-Sensor der Sony PXW-FS7 II mit integriertem ND-Filter zeichnet maximal im „Kinoformat“ DCI 4K mit 59,94 Bildern pro Sekunde auf, deckt 14 Blendenstufen Dynamik ab und kommt mit XAVC Intra/Long Container und 10-Bit-4:2:2-Farbraum. Abgespeichert werden die Aufnahmen auf bislang noch recht kostspieligen XQD-Karten.

Mit der Sony Alpha 7R III und der Alpha 9 hat der japanische Konzern sein Fundament im Sektor Kameras enorm ausgebaut und „betoniert“. Alt-eingesessene Platzhirschen mussten Federn lassen und lecken noch ihre Wunden, da dringt im Land der aufgehenden Sonne auch schon eine neue Hiobsbotschaft an ihre Ohren.

 Setzen kommende „Alphas“ neue Maßstäbe?

Gerüchte aus gewöhnlich sehr gut informierten Kreisen besagen, dass alle kommenden „Alphas“ höher als mit 42 Megapixeln auflösen werden. Damit nicht genug, wird von unbeschränkter RAW-Serienaufnahme, zwei Kartenschächten, „mindestens 72 Megapixeln“ sowie 4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde gemunkelt. Im Frühjahr 2017, heißt es, wird Klartext gesprochen.

Ist es reiner Zufall, dass Sigma als renommierter Hersteller von Objektiven für nahezu alle großen Marken mit der „Sigma Cine Lens-Serie“ daher kommt? Unter dem Motto „Sigma hat ein Herz für Filmer“ werden drei Zooms (18-35 mm, 24-35 mm und 50-100 mm) sowie vier Festbrennweiten (20 mm, 24 mm, 35 mm und 85 mm) angekündigt.

Mit Canon in einem Boot

In Japan und den Vereinigten Staaten sind einige dieser Hochleistungs-Optiken, die speziell auch für 6K oder 8K-Aufnahmen prädestiniert sind, bereits im Handel. Zu Beginn des nächsten Jahres wird der Verkaufsstart in Deutschland erwartet.

Dass Sony – gleichzeitig mit Canon – als „erste Adresse“ genannt wird und dass es noch geraume Zeit dauern wird, bis man weitere Firmen von Rang und Namen mit ins Boot holt, ist schon bezeichnend. Was Details zu Preisen anbelangt, hüllt sich Sigma noch in Schweigen. Bekannt ist nur, dass die Optiken „ab 2000 Euro“ erhältlich sein werden.sigma-cine-lens