Ultra HD Fernseher OHO! – Content WO?

Während zahlreiche 4K TVs auf der IFA 2013 für Begeisterung sorgten und den euphorischen Eindruck vermittelten, dass alles rund um die Technik bereits ausgereift sei, mangelt es derzeit noch am Content und besonders an den Geräten, welche die Medien mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln zuspielen können. Zwar gibt es viele engagierte Unternehmen, worunter sich einige Satellitenbetreiber, Hersteller und TV-Anbieter befinden, ein Standard-Wiedergabemedium gibt es jedoch zur Zeit noch nicht. Sicherlich kann man zum jetzigen Zeitpunkt auf einen High-End-PC oder spezielle 4K-Media-Player zurückgreifen, für die breite Masse ist allerdings bald eine Art 4K-Blu-Ray-Player von Nöten.

100GB Blu-Ray-Disc als 4K-Datenträger

Obwohl ein 4K-Standard für die kommende Blu-Ray-Generation noch nicht verabschiedet wurde, befasst sich der Optical Disc Hersteller Singulus mit dieser Problematik. Hauptsächlich will man der 4K-Kontribution  ein wenig unter die Arme greifen. Da die Ultra HD Filme eine beachtliche Datenmenge mit sich bringen, hat Singulus vor einiger Zeit die Fertigungsanlage „Bluline III“ erschaffen. In dieser sollen Blu-Rays entwickelt werden, deren Speicherkapazität für die zuvor genannten 4K- Spielfilme ausreichen sollte. Die Rede ist von einer Kapazität von 100GB, welche mit 3 statt der üblichen 2 Layern daherkommen.

„Rechtzeitig zur Markteinführung der neuen Ultra-High-Definition-Fernsehtechnologie (4K bzw. Ultra-HD) haben wir die Entwicklung der Fertigungstechnik für die neuen dreilagigen Blu-ray Discs mit 100 GB Speichervolumen fertiggestellt“, sagt Dr.Ing Stefan Rinck.

Lösungsvorschlag noch in diesem Jahr erwartet

Die bereits Ende 2012 gegründete Arbeitsgruppe der Blu-Ray Disc Association ( “Format Extension Study Task Force” ) hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahresende entsprechende Lösungen preiszugeben. Dabei wird sowohl die technische Machbarkeit, als auch die Marktchancen und die Auswirkung auf bereits verfügbare Blu-Ray-Player untersucht. Gelingen wird die Umsetzung aber allemal, äußerte sich die BDA diesbezüglich doch schon im Januar ziemlich optimistisch. Damals ließ man nämlich verlauten, dass es grundsätzlich sehr wohl möglich sei, die Daten-Giganten mittels zusätzlichen Layern und neuen Kompressionsverfahren auf die Discs zu quetschen.

[via AreaDVD]