Der Countdown läuft! Am 29. November trumpfen zahlreiche Händler mit Rabattaktionen zum Black Friday auf. Doch können Verbraucher an diesem schwarzen Freitag wirklich sparen oder entpuppt sich die Rabattaktion als Abzocke?

Das Vergleichsportal guenstiger.de untersuchte im letzten Jahr zwölf Shops, die mit fetten Preisnachlässen zum Black Friday warben. Fazit: Über die Hälfte der Angebote waren keine lohnenswerten Deals! In der Studie wurden insgesamt 240 spezielle Angebote genauer unter die Lupe genommen.

Preisvergleich ist ratsam

Dabei ermittelten die Experten anhand der von den Verkäufern angegebenen Streichpreise eine durchschnittliche Ersparnis von 31 Prozent. Diese orientierte sich jedoch oft an der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP), die meist schon überholt war.

„Um sicherzugehen, dass es sich auch wirklich um ein Schnäppchen handelt, sollten Käufer das Produkt vor einem Kauf mit anderen Angeboten vergleichen“, rät Julia Schnell, Communications Manager bei guenstiger.de. Verglich man die Angebote mit denen der Konkurrenz, fiel auf, dass Käufer bei 60 Prozent der Stichproben nicht in den Genuss von Vergünstigungen kamen.

Douglas schoss den Vogel ab

Bei sechs von zwölf untersuchten Onlineshops zahlten Verbraucher im Schnitt sogar mehr als nötig! Allen voran Douglas, dessen „Rabattaktion“ sich als echter Reinfall herausstellte (daher auch die Anführungszeichen).

Die Produkte kosteten bei der Parfümerie im Durchschnitt 25 Prozent mehr als bei anderen Anbietern. Der Elektronikfachmarkt Conrad bluffte mit etwa 13 Prozent Preissteigerung, gefolgt von Karstadt, Kaufhof und Otto mit jeweils drei Prozent und Computeruniverse mit zwei Prozent.

Schnäppchenparadies Amazon

Amazon jedoch entpuppte sich als wahres Schnäppchenparadies. Beim Versandriesen zahlten Käufer im Jahr 2018 bei keinem einzigen Angebot mehr als bei konkurrierenden Händlern und konnten im Schnitt 13 Prozent sparen.

Weitere lohnenswerte Aktionen am Black Friday gab es bei Saturn mit einer durchschnittlichen Ersparnis von sieben Prozent, gefolgt von Comtech und Alternate mit sechs Prozent, Media Markt mit vier Prozent und Check24 mit einem Prozent.

Eine Woche danach

Dem Preisportal zufolge konnten Käufer bei 40 Prozent der untersuchten Produkte ein Schnäppchen machen. Steigen die Preise der lohnenswerten Deals direkt nach dem schwarzen Freitag wieder an oder können Verbraucher auch später profitieren?

guenstiger.de hakte eine Woche nach dem Black Friday nach. Ergebnis: 24 Prozent der Produkte wurden zum gleichen Preis oder sogar noch billiger angeboten.