Smarte TV-Geräte, die die Nutzung von Apps oder Mediatheken über das Internet ermöglichen, stehen bei den Konsumenten weiter hoch im Kurs. In den ersten drei Quartalen 2019 wurden laut GfK Retail & Technology in Deutschland rund 3,5 Millionen „schlaue Fernseher“ verkauft – drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Anteil der smarten Fernseher am Gesamt-TV-Markt liegt bei 80 Prozent – rund vier Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden seit 2012 in Deutschland rund 35,6 Millionen Smart-TVs verkauft.

Trend zu größeren Bildschirmen

Der Großteil (über 90 Prozent) der abgesetzten Geräte unterstützt den Standard HbbTV und damit die Nutzung interaktiver Dienste über den „Red Button“ auf der Fernbedienung. Ungebrochen ist auch der Trend zu größeren Bildschirmen: 40 Prozent der bis jetzt verkauften Fernseher haben eine Diagonale von 50 Zoll oder mehr.

„Die kontinuierlich steigende Marktdurchdringung internetfähiger Fernseher eröffnet allen Inhalteanbietern zusätzliche Chancen für die Platzierung ihrer Services – insbesondere durch den HbbTV-Standard, in dessen Entwicklung die Deutsche TV-Plattform von Beginn involviert war“, sagt deren Vorstandsvorsitzender Andre Prahl.

Mindestanforderungen definiert

„Durch die Definition von Mindestanforderungen für HbbTV-Endgeräte konnten wir dieses Jahr die Weichen für die künftige Weiterentwicklung von HbbTV-Diensten und den Ausbau der HbbTV-Angebote der Sender stellen“, fügt er an.

Die Deutsche TV-Plattform hat im Frühjahr 2019 Mindestanforderungen für HbbTV-2-Endgeräte für den deutschen Markt veröffentlicht. Sie definieren das technische Profil für eine Reihe neuer Dienste, die von Fernsehsendern in Deutschland geplant sind. Die Mindestanforderungen fußen auf der Version 2.0.1. des HbbTV-Standards, der durch die HbbTV Association entwickelt wurde.