Mehr Komfort, größere Sicherheit und eine bessere Energiebilanz: „Smart Living“, das Leben in intelligent vernetzten Gebäuden, bietet große Chancen. Welchen Ansprüchen Technik und Fachkräfte gerecht werden müssen, um die Wünsche der Nutzer zu erfüllen, zeigen die Elektroverbände VDE, ZVEH und ZVEI auf der IFA 2017 in Berlin auf.

Unter dem Leitthema „Fit für die digitale Welt“ präsentieren sie innovative Lösungen und Anwendungsbeispiele für das smarte Zuhause und sein Umfeld. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Nachwuchs für die Elektro-Branche.

Ziel: Deutschland zum Leitmarkt entwickeln

Mit ihrem gemeinschaftlichen Auftritt betonen die Verbände die wichtige Rolle der E-Branche bei der Digitalisierung: Elektroindustrie und Elektrohandwerke gehören zu den maßgeblichen Treibern des digitalen Wandels. Mit ihren innovativen Produkten und Dienstleistungen tragen sie dazu bei, den Alltag der Menschen zu verbessern.

Die Potenziale dieses Marktes hat auch die Wirtschaftsinitiative Smart Living im Blick. Ihr Ziel ist es, Deutschland zum Leitmarkt für Smart-Home-Anwendungen zu entwickeln. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird sie von der Geschäftsstelle Smart Living betreut und ist mit einem Info-Counter am Stand der Verbände vertreten.

Spannende Perspektiven und Beschäftigungsfelder

Nicht nur für Smart Living, sondern für alle Bereiche der digitalen Gesellschaft spielt Elektrotechnik eine tragende Rolle: Exzellent ausgebildete Fachkräfte sind gefragt, um High-End-Lösungen in den dynamischen Märkten zu entwickeln und zu implementieren.

VDE, ZVEH und ZVEI zeigen bei IFA NEXT (Halle 26A, Stand 224/225) auf, welch spannende Perspektiven und Beschäftigungsfelder die Branche bietet. Vor allem junge, technik-affine Leute können sich über attraktive und zukunftssichere Jobs informieren.

Die Statements der Verbandsvertreter:

Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender VDE: „Smart Leben“ heißt auch, Cyber-Kriminellen Angriffsfläche zu bieten. Der große Teil der VDE-Mitgliedsunternehmen hat die Gefahr erkannt und ist bereit, in Cyber Security zu investieren. Allerdings ist der Markt für Spezialisten leergefegt. Deshalb setzt sich der VDE dafür ein, mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Elektro- und Informationstechnik zu motivieren, um so den digitalen Wandel in Deutschland voranzutreiben“.

Ingolf Jakobi, Hauptgeschäftsführer des ZVEH: „Im Zuge der Digitalisierung gewinnt die Kompetenz, technische Systeme zu integrieren und miteinander zu vernetzen, immer mehr an Bedeutung. Die entsprechende Qualifizierung und das gewerkeübergreifende Know-how müssen in der Ausbildung des Nachwuchses ebenso vermittelt werden wie bei der Weiterbildung von Fachkräften. Im Ergebnis führt dies zu attraktiven Smart-Living-Anwendungen, wie wir sie auf der IFA anschaulich präsentieren“.

Frank Bechtloff, Geschäftsführer des ZVEI: „Smartes Leben findet in smarten Gebäuden statt. Sie sorgen – nutzerorientiert und auf den Einzelnen zugeschnitten – für Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. Um die Chancen von Smart Home erfahrbar zu machen, sind Use Cases von großer Bedeutung. Sie vermitteln anschaulich, welche Vorteile intelligent vernetzte Smart-Home-Technik bietet und wecken beim Nachwuchs Interesse für die spannenden Berufe der Elektro-Branche“.

Umsatz von 56,1 Milliarden Euro

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vertritt die Interessen von 54.942 Unternehmen aus den drei Handwerken Elektrotechnik, Informationstechnik und Elektromaschinenbau.

Mit 480.154 Beschäftigten, davon rund 40.000 Auszubildende, erwirtschafteten die Unternehmen im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 56,1 Milliarden Euro. Dem ZVEH als Bundesinnungsverband gehören zwölf Landesverbände mit rund 330 Innungen an.