Im Bericht über den Dornröschenschlaf der Vinylplatte ist auch von der Bereitschaft vieler Leute zum Kauf hochwertiger Plattenspieler die Rede. Quasi ein Synonym für edelste Feinmechanik in stets außergewöhnlichem Design ist der Hersteller Transrotor.

Dabei sind die durch die Bank hochwertigen Objekte dieser Firma, die mit dem gemeinen Scheibendreher für 150 Euro wenig bis gar nichts gemein haben (außer Scheiben zu drehen natürlich), nicht selten erst auf den zweiten Blick als Bestandteil einer HiFi- oder High-End-Anlage zu erkennen, denn sie muten eher wie exquisite moderne Kunst an.

Scheibendreher als „Instrument“

Viel glänzendes Chrom und Silber, enorm wuchtige Plattenteller, die dennoch zu schweben scheinen, meisterlich gefertigte Tonarme, die man tunlichst mit adäquaten Tonabnehmern bestückt und nicht selten zentnerschwere Zargen fusionieren zu einem – ja: Instrument zur Wiedergabe von Vinylscheiben.

Klar, dass so etwas nicht jeden Tag ganz selbstverständlich über den Ladentisch geht und deshalb in den meisten Filialen großer Elektro-Märkte nicht „geführt“ wird. Noch dazu, weil Plattenspieler dieses Kalibers auch schnell mal so viel oder viel mehr als ein Kleinwagen kosten, darf der Kreis der seriösen Interessenten als „erlesen“ bezeichnet werden.

Der Fachhändler als Arzt

Meist handelt es sich um vom Hi-Fi-Virus schwer infizierte Personen, die der pfiffige Fachhändler so umsichtig, sensibel und gewissenhaft wie ein Arzt seine Patienten behandelt. Noch dazu, weil er ihr Leiden meist aus eigener Erfahrung kennt. Und außerdem kauft man ja schließlich selbst einen Kleinwagen nicht schnell mal bei Netto…

Heiko Neundörfer, Inhaber des HiFi-Forum Baiersdorf, ist ein guter „Doktor“. Nicht nur, weil jetzt bald Weihnachten ist, hat er Transrotor-Plattenspieler in sein Repertoire aufgenommen. Man darf sie bestaunen, Fachleute erklären ernsthaften Interessenten jedes Detail und wer seine Lieblings-Scheibe mitbringt, bekommt sie auf dem Traum seiner schlaflosen Nächte auch abgespielt.

Eleganz für Augen und Ohren

„Mit allen Sinnen“ kann man die einzigartigen Modelle Transrotor ZET 1, Transrotor Leonardo 60 und – einzig in Nordbayern – den Transrotor Rondino FMD erleben. Das Credo von Transrotor lautet Eleganz und dass Augen und Ohren verwöhnt werden.

Der Transrotor Rondino FMD.

Die Harmonie des Äußeren in Material und Verarbeitung setzt sich im Inneren dieser Geräte fort. Leicht und luftig reproduzieren Transrotor Plattenspieler sämtliche akustische Informationen, die in die tiefen Schluchten von Analog-Schallplatten gepresst wurden.

Extrem interessantes Signal

Transrotor fasst es geschmeidig in Worte: „Aus alten und neuen Vinylscheiben perlt Musik frei in feinsten Abstufungen, exakt nachgezeichnet vom Entstehen bis zum Verklingen eines Tones. Unterschiede zwischen nahen und fernen Tönen und deren zeitlicher Verlauf lassen sich mit faszinierender Lebendigkeit erleben“.

Auch technisch betrachtet liefere die LP ein extrem interessantes Signal: Zum einen verfüge ein analoges Musiksignal über eine ungeheuere – praktisch unbegrenzte – Informationsdichte, zum anderen liefere ein erstklassiger Tonabnehmer ein exakt symmetisches Signal.

Risiken und Nebenwirkungen

Aber Vorsicht: das „Lauschgift“ wirkt schnell und erzeugt im Zusammenspiel mit den erwähnten optischen Reizen sofort eine Sucht, die bei Anfälligen schwer bis gar nicht mehr heilbar ist. Wer eigentlich nur einen ganz normalen Plattenspieler will und keinerlei highfidelen Drang in seinen Eingeweiden verspürt ist selbst im HiFi-Forum Baiersdorf am falschen Ort!