„Hallo Schatz! Wenn du heute bei Aldi Kraut und Rüben einkaufst – nimm doch bitte den 4K-Fernseher aus dem Angebot mit“! Können Sie sich so einen Dialog vorstellen? Ich meine, einen Ultra-HD-TV den kauft man doch nicht so einfach im Vorbeigehen.

Da muss man sich vorher gründlich informieren, Testberichte lesen, Ausstattungslisten vergleichen, am besten gleich den Testsieger kaufen, oder? Und überhaupt: Medion! Was soll das denn für ein Hersteller sein? Den kennt doch keiner. Oder nein: die stellen ja auch diese „Aldi-Computer“ und Notebooks her, die gar nicht selten in den Fachpresse gelobt und gepriesen werden.

Fairer Preis oberste Maxime

Können die jetzt auch 4K-TV? Ich denke schon. Die MEDION AG ist eine Firma aus dem Herzen des Ruhrgebiets. Der Firmensitz liegt in Essen und seit 1983 werden Elektronikprodukte zum fairen Preis hergestellt. Medion behauptet von sich selbst, Deutschlands führender Anbieter von modernster Unterhaltungselektronik zu sein.

„Wir planen, entwickeln, designen, verpacken und vertreiben unsere Produkte selbst“, heißt es auf der Homepage. MEDION Produkte würden nach strengsten Qualitätsanforderungen hergestellt und erfüllten die aktuellsten technologischen Standards. Neueste Technik sei deshalb so preiswert, weil man auf viel Schnickschnack sowie „überflüssige und teure Sonderfunktionen“ verzichte.

Jetzt bei der Lenovo Familie

Seit 2011 gehört MEDION zur Lenovo Familie. An der kundenorientierten Ausrichtung und den Grundsätzen der Firma habe sich seit dieser Partnerschaft nichts geändert. Auch, weil die Leitung seit vielen Jahren dieselbe sei: Gerd Brachmann und Christian Eigen lenken seit 1999 als Vorstandsmitglieder die MEDION AG.

O.K. Aber wie war das gleich nochmal mit den überflüssigen und teuren Sonderfunktionen? Der 55-Zoll-Fernseher Medion X18112, der ab 26. Oktober bei Aldi Süd und Aldi Nord verfügbar ist und lediglich 499 Euro kostet, löst astrein mit 3840 x 2160 Bildpunkten auf.

Für „normale“ Ansprüche

Der typische Kontrast wird mit 4000:1 angegeben, die Spitzenhelligkeit mit 350 Candela – das ist alles andere als rekordverdächtig, aber durchaus ausreichend für „normale“ Ansprüche. HDR, HLG, HDR10 oder Dolby Vision? Fehlanzeige.

Vom ewigen Krieg, den sich internationale Hersteller in der Diskussion um die besten Hochkontrast-Systeme liefern, bekommt der Medion-Käufer nichts mit. Vielleicht ist ihm das aber auch „wurscht“, weil er kein Heimkino hat und will, sondern sich lediglich ein „gutes Bild“ wünscht.

Triple-Tuner und Internet

Über den Triple-Tuner (DVB-T2 HD/C/S2) wird er sich ebenso freuen wie über HbbTV, Internet und diverse Medienportale. „Ins Internet“ kommt er über den Ethernet-Anschluss oder das integrierte WLAN. Für DVD- oder Blu-ray-Player, Gaming-Station und sonstiges stehen vier HDMI 2.0 Anschlüsse mit HDCP 2.2 zur Verfügung.

Außerdem finden sich an der Rückseite des Flatscreens ein USB 3.0-Anschluss, zwei USB 2.0-Ports, Scart (!), VGA und eine Kopfhörerbuchse. Dass man von den zwei eingebauten zehn-Watt-Lautsprechern nur eine magere Vorstellung verlangen kann, dürfte klar sein – aber das rückt den Aldi-Fernseher nicht ins Abseits.

Drei Jahre Garantie

Wäre dem so, würden wohl kaum dermaßen viele Soundbars und andere Lautsprecher-Setups verkauft. Drei Jahre Garantie? Das schafft Vertrauen. Warum also nicht den alten HD-ready-Kasten entsorgen und sich an der wesentlich besseren 4K-Auflösung erfreuen?

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