Anfang 2019 bezeichnete der Netflix-Chef Reed Hastings Spiele wie Fortnite – und nicht etwa HBO oder Disney – als größte Konkurrenten von Netflix, insbesondere bei jungen Männern. Mittlerweile haben alle größeren Spieleentwickler Abo-Dienste gestartet, um die eigenen Bibliotheken zu vermarkten.

In Kombination mit Cloud-Gaming und neuen Anbietern wie Googles Gaming-Plattform „Stadia“ wird auch der Games-Abo-Markt 2020 weiter an Bedeutung gewinnen. Schon heute haben sechs Prozent aller Deutschen ab 18 Jahren ein solches Abo. 7,4 Prozent der Gamer, die bislang noch „ohne“ sind, denken laut einer Goldmedia-Analyse darüber nach, nächstes Jahr eines abzuschließen.

Sony bleibt Spitzenreiter

Klarer Marktführer ist mit 38 Prozent derzeit Sony mit „PlayStation Plus“ und „Now“. Auf Platz Zwei (25 Prozent) folgt Microsoft mit seinen Diensten „Xbox Live Gold“ und „Game Pass“. „EA Access“ und „Origin Access“ liegen mit zusammen 23 Prozent knapp dahinter.

Dafür, dass „Nintendo Switch Online“ erst seit Ende 2018 am Start ist, sind sechs Prozent Marktanteil beachtlich. Sonstige Abo-Dienste wie „Apple Arcade“, „Uplay+“ und „Humble Bundle“ erreichen zusammen rund zehn Prozent.

Neue Reichweiten

Sony und Microsoft trennen ihre Dienste einerseits in einen Online-Service (Plus bzw. Live Gold) und andererseits in einen Abo-Dienst, der unlimitierten Zugang zu einer großen Auswahl von Spielen ermöglicht. Neue Anbieter und Kombinationsmöglichkeiten verstärken das Wachstum:

Microsoft erweiterte den „Game Pass 2019“ auf den PC-Bereich, auch Sony-Titel können über den Streaming-Service „Now“ zusätzlich auf dem Heimcomputer gespielt werden. Die erfolgreichste Spiele-Vertriebsplattform „Steam“ schloss sich zuletzt mit EA und Origin zusammen, um neue Reichweiten zu erlangen.