Mit einer neuen DSLR und einer neuen spiegellosen Systemkamera drängt Canon auf den Markt. Das Spiegelreflex-Modell EOS 90D überzeuge mit Schnelligkeit, die EOS M6 Mark II sei kompakt und leistungsstark. Beide haben den Canon DIGIC 8 Prozessor der neuesten Generation an Bord, der – so Canon – „eine schnelle Verarbeitungsgeschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und die fortschrittlichsten Foto- und Videofunktionen bereitstellt“.

Eine extrem kurze elektronische Belichtungszeit von 1/16.000 Sekunde sei perfekt für die Aufnahme „dynamischer Situationen“. Um auch bei hellem Umgebungslicht Hintergrundunschärfe zu erzielen, könne mit einer kürzeren Belichtungszeit die Blende weit geöffnet bleiben. Darüber hinaus ermöglichen beide Kameras via Fokus-Bracketing maximale Schärfentiefe über den gesamten Bildbereich.

Erstaunliche Geschwindigkeiten

Die EOS 90D (Gehäusepreis: 1299 Euro) geht ab wie ein Zäpfchen und schafft bis zu zehn Bilder pro Sekunde. Der optische Sucher bietet einen unverfälschten Bildeindruck. Die Sucheranzeige blendet sämtliche Aufnahmeinformationen ein. Für dynamische Motive ermöglichen Reihenaufnahmen mit bis zu 58 JPEG-komprimierten Bildern pro Sequenz eine kontinuierliche Aufzeichnung.

Die Canon EOS 90D

Mit Unterstützung für UHS-II-Speicherkarten ist der Pufferspeicher der Kamera extrem schnell wieder vollständig verfügbar. Die EOS 90D verfügt zudem über eine verlängerte Akkulaufzeit von bis zu 1860 Aufnahmen.

„Bisher nicht erreichte Auflösung“

Das spiegellose Modell EOS M6 Mark II (Gehäusepreis: 929 Euro) trumpft mit 14 Bildern pro Sekunde sowie einem RAW-Burst-Modus mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Auch hier werden UHS-II-Speicherkarten unterstützt. Pro Sequenz sind bis zu 80 Bilder im Large JPEG-Format möglich.

Die spiegellose Canon EOS M6 Mark II

Die traditonelle DSLR und ihre spiegellose Schwester greifen auf den neuen APS-C CMOS-Sensor zu, der mit 32,5 Megapixeln „eine bisher nicht erreichte Auflösung in der APS-C Klasse“ bietet. Der Prozessor ermöglicht auch den Einsatz des Digital Lens Optimizer und der Beugungskorrektur. Integriertes WLAN und Bluetooth ermöglichen es, Aufnahmen direkt über Social Media zu teilen.

Zuverlässige Gesichtserkennung

Ein Autofokus-System mit Augenerkennung – bei der EOS 90D durch einen 220.000-Pixel-Belichtungsmesssensor (RGB+IR) mit Flacker-Erkennung ergänzt – bürgt für sichere Gesichtserkennung und eine bessere Kontrolle der Gesamtbelichtung. Der CMOS-Sensor mit ISO-Empfindlichkeit von ISO 100 – 25.600 erleichtert das Fotografieren oder Filmen mit wenig Licht.

Apropos: Videos lassen sich in 16:9 ohne Crop mit einer Auflösung von bis zu 4K aufnehmen. Im Full HD-Modus sind Bildraten bis zu 120 B/s verfügbar. Wer einen vergrößerten Bildausschnitt nutzen möchte, kann auf den 4K-Crop-Modus zurückgreifen.
Das Canon Dual Pixel CMOS AF-System ist sowohl im Full HD- als auch im 4K-Videomodus verfügbar. Ein Mikrofonanschluss gibt Vloggern und Content-Erstellern die Möglichkeit, ein externes Mikrofon zu verwenden. Die EOS 90D verfügt zudem über einen Kopfhöreranschluss.

Multi-Kontroller sind Standard

Als neuestes DSLR-Mitglied der EOS Reihe punktet die EOS 90D mit einem leichteren Gehäuse mit großem Griff. Sie bietet zwei Multifunktions-Wahlräder und auf der Rückseite den neuen Multi-Controller.

Ein Aufsteck-Sucher für die Canon M6 ist optional erhältlich

Aufgrund ihrer kompakten Ausmaße kann die EOS M6 Mark II überall dabei sein. Das Funktionswahlrad, das Hauptwahlrad, ein konfigurierbarer Auswahlschalter für Autofokus/Manueller Fokus und die AF-Start-Taste sind intuitiv positioniert. Der optional erhältliche Aufsteck-Sucher ist erhöht und zentral positioniert, um genug Platz und Komfort für die eher traditionelle Bildkomposition zu schaffen.