Auf der NAB 2016 in Las Vegas führte der Regisseur und Oscar-Preisträger Ang Lee einen 11-minütigen Ausschnitt aus seinem neuen Film „Billy Lynn’s Long Halftime Walk“ vor und begeisterte damit die Fachbesucher. Der Film zeigt 240 Bilder pro Sekunde und jedes in Ultra HD und dazu auch noch in 3D. Diese Technik nennt Ang Lee „Ultra High Frame Rates“. Zudem wird der Film durch HDR unterstützt. Zu den Filmen, für die Ang Lee ausgezeichnet wurde, gehören z.B. „Brokeback Mountain“ und „Life of Pi“. Somit setzt er mit seinem Film in 4K und 3D wieder Maßstäbe im digitalen Kino.

Ist der auf der NAB 2016 vorgestellte Filmausschnitt eine Option für die Zukunft?

Um die „Ultra High Frame Rates“-Technik überhaupt darstellen zu können, wurden auf der NAB 2016 zwei 4K Mirage Laser-Projektoren von Christie, 3D-Brillen von Dolby und ein 7th Sense Delta Infinity III Server zusammen mit einer Software verwendet, die speziell für dieses Format entwickelt wurde. Mit herkömmlichem Equipment wäre die Lees Präsentation gar nicht erst möglich gewesen. In Kinos könnte der Film in 2K und 3D mit 60fps laufen oder in 2K ohne 3D mit 120fps. Fachbesucher bemängelten, dass der Film aufgrund der hohen Bildfrequenz eher wie ein Video und weniger wie ein Film wirke. Eine hohe Bildrate würde sich daher eher bei Actionszenen anbieten, die durch die Bewegungsschärfe und die vielen Details besser auf den Zuschauer wirken könnten. Die Zeit wird zeigen, inwiefern sich die neue Technik von Regisseur Ang Lee durchsetzen kann.

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