Die IFA 2019 hat mit fast 2000 Ausstellern, 245.000 Besuchern und einem neuen Allzeithoch bei den internationalen Fachbesuchern erneut Rekorde aufgestellt. Mehr als die Hälfte der Experten aus Industrie und Handel kamen aus dem Ausland und unterstreichen so die ausgesprochen hohe Internationalität der Veranstaltung.

Drei große Technologietrends dominierten die IFA quer durch alle Produktkategorien in den Bereichen Consumer Electronics und Home Appliances: Sprachsteuerung, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Vernetzung, insbesondere angesichts des anstehenden raschen Ausbaus von 5G-Mobilfunknetzen mit hoher Geschwindigkeit und Bandbreite.

Weitere Rekorde

IFA NEXT, der Innovations-Hub der IFA, stellte ebenfalls neue Rekorde auf: Neben Forschungsinstituten aus Ländern wie Deutschland, Japan und Korea verteilten sich mehr Start-ups und innovative Vordenker als je zuvor auf zwei Hallen.

In diesem Jahr war IFA NEXT Gastgeber für Japan als erstem Innovationspartnerland. Der Japan-Pavillon präsentierte höchst innovative Ideen und konkrete Produkte, die zeigten, wie Mensch und Technologie in Zukunft interagieren können.

Hohe Erwartungen erfüllt

„Als wichtiger Impulsgeber für Handel und Industrie und weltweit bedeutendste Plattform für Consumer Electronics und Home Appliances hat die IFA 2019 die hochgesteckten Erwartungen erfüllt. Mit der Vielzahl an Innovationen beeinflusst sie die Stimmung in den internationalen Märkten positiv.

Mit einem in Anbetracht der aktuellen Marktsituation unerwartet stabil hohen Ordervolumen wurde damit das Fundament für ein erfolgreiches Jahresendgeschäft gelegt“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der IFA-Veranstalterin gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

Gegenseitige Inspiration

Dr. Christian Göke, CEO der Messe Berlin, sagt, die IFA habe einmal mehr die „Kraft der Co-Innovation gezeigt, bei der sich Erfinder aus verschiedenen Branchen und Industrien gegenseitig inspirieren“. Er warnte davor, dass Handelskonflikte sowie politische Barrieren den Konsumenten schaden würden, auch weil sie die Innovation selbst verlangsamen.

Dr. Göke nahm ein Thema auf, das 1930 von Albert Einstein in einer der berühmtesten Reden der IFA entwickelt wurde, und sagte, dass Einstein heute wahrscheinlich „die besten und klügsten Köpfe der Welt, wer auch immer sie sind und wo auch immer sie leben, egal welches Land sie ihr Zuhause nennen, aufrufen würde, ihr Wissen zu bündeln und gemeinsam zu innovieren, um eine bessere Welt zu schaffen“.

Enorme Medienpräsenz

IFA Executive Director Jens Heithecker zeigt sich von der Innovationskraft der IFA in Berlin beeindruckt: „So wie die Zahl der Aussteller gewachsen ist, so stieg auch die Qualität und die Menge der Innovationen sowie die Anzahl neuer Produktpremieren, die hier in Berlin erstmals zu sehen waren“.

Die weltweite Medienpräsenz ist erneut gestiegen. 2800 Journalisten, die nach Berlin kamen, arbeiten für Medienunternehmen aus 160 Ländern der Welt. Zu den Sendern die von der IFA in Berlin berichteten, gehörten unter anderem Al Jazeera aus den Arabischen Emiraten, NDTV aus Indien, Nine Network aus Australien, die BBC aus Großbritannien, IBA International aus Israel, TEKNAVI aus Finnland, CNBC aus den USA sowie CGTN/CCTV, Global Times und die Phoenix Group aus China.

5G und KI

Für Frankreich berichteten Teams von Eurosport, 01net TV, LCI, BFM TV, OUATCH.tv, France 24 und ES 1 über die neuesten IFA-Nachrichten. Neben öffentlich-rechtlichen Sendern der EBU und privaten Sendern, die über ENEX zusammenarbeiten, waren auch Nachrichtenagenturen wie AP und Reuters vertreten.

Zwei der IFA-Keynotes – von Huawei-CEO Richard Yu und Qualcomm-Präsident Cristiano Amon – befassten sich mit der Frage, wie die 5G-Vernetzung und die Leistungsfähigkeit der Künstlichen Intelligenz die Grenzen des technologisch Machbaren weiter verschieben werden.

Zukunft von Online-Streaming

Anthony Wood, CEO von Roku, dessen Technologie in einem Drittel aller Set-Top-Boxen in den USA steckt, nutzte die Keynote, um seine Vision zu skizzieren, wie Online-Streaming die TV-Nutzung zunehmend verändern wird. Er kündigte die geplante Expansion seines Unternehmens nach Großbritannien und später in andere europäische Länder an.

SHIFT, die zweitägige Konferenz mit dem Themenschwerpunkt Zukunft der Mobilität durch neue Technologien, ist im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen. Unter den Rednern befanden sich Top-Führungskräfte von Branchengrößen wie der AXA Versicherungsgruppe, BMW, Daimler/Smart, Ford Fujitsu und Volkswagen sowie von Start-Ups wie 2Getthere, Iomob, LISNR, Trafi, Vive La Car, what3words und Wundermobility.

Kontinuierliches Wachstum

Der Treffpunkt für die Zuliefererindustrie etablierte sich als wichtiger Bestandteil der IFA. Dazu Dirk Koslowski, IFA Director: „IFA Global Markets verzeichnet bereits seit vier Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Sie ist damit die in Europa führende Plattform für die Zulieferer-Industrie und hat ihre Position als größte Sourcing-Show Europas fest etabliert“.

Mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern war dieser B2B-Marktplatz vollständig belegt. IFA Global Markets ist exklusiv für Fachbesucher, Zulieferer, Komponentenhersteller und OEMs / ODMs zugänglich.