Dass 4K-Bildschirme in vielen Bereichen nennenswerte Vorteile mit sich bringen, ist nicht von der Hand zu weisen, insbesondere profitieren natürlich Fernseher von der höheren Auflösung. Aber auch bei PC-Monitoren oder großen Tablets ist ein 4K-Display definitiv (Monitor) oder durchaus (Tablet) zu vertreten. Ob 4K-Smartphones aber wirklich ebenfalls in diese Kategorie gehören, daran scheiden sich die Geister.

4K-Smartphones: Pixeldichte ohne Effekt

Natürlich sind die Smartphone-Hersteller daran interessiert, die 4K-Displays als nützliches Feature anzupreisen, um die kommenden Smartphone-Generation mit einem Ultra-HD-Display auf den Markt bringen zu können. Ob ein 4K-Smartphone aber wirklich besser ist als die bisherigen Modelle mit Full-HD- oder QHD-Display, lässt sich in Frage stellen. Bei „fool.com“ beispielsweise hat man sich in diesem Punkt an die Pixeldichte gehalten.

Erst einmal sei gesagt, dass 300 ppi als das Maximum gilt, was das menschliche Auge erfassen kann – das Retina-Display beim iPhone 5 beispielsweise liegt mit 326 ppi sogar über dieser Grenze. Das LG G3 kommt mit seiner Auflösung von 2560×1440 Pixeln auf eine Pixeldichte von 534 ppi und liegt damit weiter über der Grenze von 300 ppi. Während ein 4K-Display also bei einem Fernseher mit einer Diagonale ab 50 Zoll aufwärts definitiv Sinn ergibt, da die Pixeldichte bei einer solchen Größe viel geringer ist, entfällt dieser Aspekt bei kleinen Displays leider.

Smartphone-Hersteller brauchen Highlights

Bei einem 5-Zoll-Smartphone läge die Pixeldichte bei der Ultra-HD-Auflösung von 3840×2160 Pixeln bei unglaublichen 881 ppi, selbst bei einem 5,5 Zoll großen Display wären es noch 801 ppi – beides Werte abseits der menschlichen Wahrnehmung. Dass die Smartphone-Hersteller dennoch wahrscheinlich auf die 4K-Auflösung setzen werden, hängt mit dem Druck des Marktes zusammen.

Die einzelnen Hersteller sind auf der Suche nach Highlights, nach dem die Innovationen zu Beginn der Smartphone-Ära deutlich abgenommen haben. Das 4K-Display lässt sich dabei sehr gut vermarkten, dürfte aber nach heutigem Kenntnisstand keine nennenswerte Verbesserung gegenüber der Bildqualität aktueller Geräte mit sich bringen.

[via fool.com]