Deutschland einig Fernsehland: Trotz immer individuellerer Sehgewohnheiten im Zeitalter von Streaming und Co. bleibt der TV das Lagerfeuer der Nation. Das ergab eine Umfrage von YouGov im Auftrag von Samsung.

Fast zwei Drittel der Befragten sitzen lieber gemeinsam vor dem Fernseher als allein. 68 Prozent nennen als Grund dafür Geselligkeit, 48 Prozent wollen mit anderen mitfiebern, 40 Prozent lachen gern gemeinsam. Fernsehen ist also ein zutiefst soziales Erlebnis.

Treffpunkt und Plattform

„Die Umfrage zeigt, dass Fernsehen sich längst vom passiven Zuschauen zum Social Watching gewandelt hat. Der TV ist heute Treffpunkt für Freunde und Familie und Plattform für gemeinsame Aktivitäten wie Filmabende, Binge Watching und Multiplayer-Spiele“, sagt Kai Hillebrandt, Vice President Consumer Electronics Samsung GmbH.

Ganz klar gehe der Trend zum gemeinsamen Aufenthalt vor der Kiste: TV-Sendungen, Filme und Serien schauen vier von zehn (41 Prozent) der Befragten am liebsten mit dem Partner. Drei Viertel (77 Prozent) haben sich schon mal zu Hause oder bei Freunden zum Serienschauen, zum Filmabend oder zu einem Sport- oder TV-Event verabredet.

Einmal im Monat auf eine andere Couch

Gerade Highlights wie der Eurovision Song Contest oder Starts beliebter Serien wie „Game of Thrones“ sind angesagt wie nie und werden gern gemeinsam erlebt – vor allem bei den Jüngeren: Die 18- bis 24-Jährigen hocken am liebsten mit Freunden (42 Prozent) und Familie (30 Prozent) vor dem Bildschirm.

Jeder dritte Deutsche (35 Prozent) verlässt zum Social Watching mindestens einmal im Monat die eigene Couch und trifft sich außerhalb der eigenen vier Wände. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist es sogar fast die Hälfte (48 Prozent).

Große Flatscreens sind heiß begehrt

Der gemeinsame TV-Konsum scheint sich auch in einer erhöhten Nachfrage nach immer größeren Bildschirmen niederzuschlagen: Für 41 Prozent der Deutschen sind große Bildschirm-Diagonalen das zweitwichtigste Kaufkriterium.

Gerade für die 18- bis 24-Jährigen spielt die soziale Komponente des TV-Erlebnisses eine wichtige Rolle: Fast drei Viertel (71 Prozent) haben sich schon mal zu einem Serienmarathon verabredet. Aber auch bei über der Hälfte der 25- bis 34-Jährigen (58 Prozent) ist das sogenannte „Binge Watching“ schon angekommen. Insgesamt haben 34 Prozent der Befragten schon mal einen gemeinsamen Serienmarathon zelebriert.

Nach dem Ende geht es weiter

Auch nach dem Schauen werden neue Serienhits wie etwa „Game of Thrones“ heiß diskutiert. 91 Prozent der 18- bis 24-Jährigen tauschen sich persönlich mit Freunden und Familie darüber aus. In den älteren Gruppen sind es im Schnitt 76 Prozent.

Fast die Hälfte der Deutschen (43 Prozent) schaut regelmäßig über kostenlose oder bezahlte Plattformen wie YouTube, Netflix oder Amazon Prime Video. Gratis-Angebote werden sogar von drei Vierteln der Befragten (75 Prozent) genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenverband BITKOM.

Streaming toppt herkömmliches TV

Bei den Jüngeren (18-24) stehen danach die Streaming-Angebote (80 Prozent) bereits höher im Kurs als herkömmliches TV (67 Prozent). Auch jeder zweite der 35- bis 44-Jährigen (56 Prozent) streamt, bei der Altersgruppe 45 bis 54 ist es fast die Hälfte (42 Prozent), bei Leuten über 55 knapp ein Viertel (23 Prozent). Ein Katalysator für die Verbreitung ist der Smart TV, der lineares Fernsehen und Streaming-Apps vereint.

Fast jeder zweite Besitzer eines Smart-TVs (45 Prozent) nutzt das TV-Gerät nicht nur zum Fernsehen, sondern auch, um Fotos anzuschauen (20 Prozent), Videospiele zu spielen (16 Prozent) oder über Apps Informationen einzuholen (14 Prozent).

„Social Gaming“ ist im Kommen

Bei Games haben wiederum die Millennials die Nase vorn: Fast die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen (43 Prozent) spielt, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es mehr als ein Drittel (36 Prozent). Demgegenüber stehen durchschnittlich nur zwölf Prozent der etwas älteren Semester.

Auch „Social Gaming“, also gemeinsam vor einem TV zu sitzen und zu spielen, ist im Kommen. Bei den Gruppen 18 bis 24, 25 bis 34 und 45 bis 54 ist dies beliebter (26 bzw. 19 bzw. 35 Prozent) als alleine zu „daddeln“.