Die Klagen von Warner Bros. und Intel gegen den Hersteller der HDFury Box wurden nun vor Gericht verhandelt. Diese hatten Klage eingereicht, weil das Umgehen des Kopierschutzes gegen den Digital Millenium Copyright Act verstoße. In New York hat sich der chinesische Hersteller nun vor Gericht davon distanziert gegen das Gesetzt zu verstoßen, wenngleich die Box in der Lage ist, den aktuellen HDCP-Schutz aus einem HDMI-Signal zu entfernen.

Was ist passiert?

Ende letzten Jahres tauchten die ersten Kopien in der Filesharing-Szene auf, die aktuelle Netflix- und Amazon-Serien in 4K-Qualität zeigten. Damals sorgte das für großes Aufsehen, da der HDCP-Kopierschutz als sicher und unumgehbar galt. Die Herkunft der rechtwidrigen Downloads ist immer noch offen und unbekannt. Dennoch deutet viele darauf hin, dass die Hardware des Herstellers LegendSky für die Erstellung der Inhalte verwendet wurde.

Daher erhoben zu Beginn des Jahres Warner Bros. und die Intel-Tochter „Digital Content Protection“ Klage gegen die chinesische Firma. Die Funktion, das HDMI-Signal so zu verarbeiten, dass es über zwei Ausgänge weitergegeben wird, wird offiziell mit dem Zweck von zwei TV-Geräten beworben. Von einer Kopierfunktion möchte man sich jedoch distanzieren. Durch die Tatsache, dass die Ausgangssignale nicht mehr kopiergeschützt sind, lassen sich die übertragenen Videos problemlos aufzeichnen. Genau das, was die Industrie die ganze Zeit vermeiden wollte.

LegenSky ist sich keiner Schuld bewusst

LegendSky versucht das Gericht davon zu überzeugen, dass die Klage abgewiesen wird. Ihrer Ansicht nach, verstoßen die HDMI-Splitter nicht gegen das Urheberrecht. Die Geräte würden lediglich eine „Interoperabilität zwischen unabhängiger Software“ ermöglichen. Das geforderte Verkaufsverbot sei daher unzulässig.

Man kann davon ausgehen, dass die Industrie in diesem Fall hart bleiben wird und auf ihr Recht pochen wird. Gerade angesichts der anstehenden Ultra HD Blu-ray-Releases in den kommenden Wochen.

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