Obwohl der native 4K-Content noch ziemlich rar gesät ist, wagen sich die zukunftsorientierten Japaner schon jetzt an den nächsten Schritt heran. Hier wird nämlich von NTT West in den kommenden Tagen getestet, ob die Geräte und vor allem die japanische Internet-Infrastruktur den 4K-Anforderungen bereits gewachsen ist. Bei dem Test soll 4K-Material zu einigen Testpersonen transportiert werden, die neben einer High-Speed-Internetleitung natürlich für diesen Zweck auch mit einer entsprechenden Set-Top Box ausgestattet wurden. Zum Einsatz bei der Übertragung kommt hier der neue HEVC-Codec H.265, der vor allem die Datenübertragung von Ultra-HD-Material revolutionieren soll. Dieser Codec verringert die benötigte Bandbreite um 50%, wobei die Qualität des Videomaterials in keiner Weise beeinträchtigt wird.

Der Clou bei diesem Verfahren ist, dass wirklich nur relevante Daten an die Box weitergegeben werden. Somit wird nicht jedes Bild Pixel für Pixel neu berechnet, sondern Veränderungen wie Farb – und Helligkeitsdifferenzen mit diversen Algorithmen analysiert. Dabei werden lediglich die Daten an die Box weitergeleitet, die sich tatsächlich zum vorherigen Bild verändert haben, weshalb zusätzlich eine enorme Datenmenge eingespart werden kann.

Wir sind uns sicher, dass dieser Test erfolgreich über die Bühne geht, zumal die Japaner sogar schon fleißig an 8K Ultra HD werkeln. Die ersten Übertragungstests sollen bereits 2016 über die Bühne gehen. Bis dahin vergeht aber noch einiges an Zeit, weshalb in Japan erst einmal der Start eines 4K-Senders ansteht. Dieser soll pünktlich zur Fußball WM 2014 in Brasilien seinen Dienst aufnehmen.

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