Heimkino zum Mitnehmen. Das klingt schon spannend, oder? Und scheint nicht nur wegen der Fußball-WM in Russland im Trend zu liegen, denn erst vor kurzem stellte LG seinen ersten 4K-Beamer vor, der per Tragegriff mobil und so gut wie überall einsetzbar ist.

Jetzt holen die Koreaner zum zweiten Streich aus – die Japaner von Sony zeigen sich ebenfalls flexibel. Die Wand eines Büros im Handumdrehen für eine Präsentation nutzen? Fußball gucken im Garten? Serienmarathon im Schlafzimmer? Null Problemo!

Wenige Zentimeter genügen

Mit dem Laser Ultra-Kurzdistanz-Projektor LG Allegro (HF85JS) oder dem LG HF85JG geht das alles ruckzuck. Die kompakten Beamer benötigen dank innovativer Spiegel-Technologie nur wenige Zentimeter Abstand zur Wand, um große Bilder in Full-HD-Auflösung zu projizieren.

Sie passen problemlos auf Sideboards oder Hocker und fügen sich in jedes Wohnambiente ein. Mit 1500 Lumen Helligkeit, einem Kontrastverhältnis von 150.000:1 sowie einer naturgetreuen Farbwiedergabe, die man per Expertenmodus kalibrieren kann, lassen der LG ProBeam HF85JS und der LG HF85JG keine Wünsche offen.

Lampenwechsel überflüssig

Ihre Laser-Lichtquelle ist mit 20.000 Stunden Lebensdauer so effizient, dass man sie über zwei Jahre rund um die Uhr laufen lassen könnte. Lampenwechsel gehören der Vergangenheit an. Die Geräte werden im Einsatz allenfalls handwarm. Mit unter 26 dBA bleiben sie flüsterleise, sind binnen weniger Sekunden betriebsbereit und können im Anschluss ohne Abkühlphase sofort im Handgepäck verstaut werden.

Die Bedienung des LG Allegro (HF85JS) klappt nach Herstellerangaben dank WebOS 3.0 und der Magic Remote Fernbedienung besonders intuitiv. Das Smart-TV-Betriebssystem erlaubt es, sämtliche Einstellungen bequem per Zeiger-Fernbedienung vorzunehmen, um beispielsweise die Farben zu justieren oder die automatische Trapezkorrektur zu nutzen.

Integrierte Stereo-Lautsprecher

Alternativ zu den integrierten Stereo-Lautsprechern kann der HF85JS (wie auch der HF85JG) drahtlos mit Bluetooth-Speakern oder Soundbars verbunden werden.Die WebOS-Plattform des LG Allegro bietet Zugriff auf alle großen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime, Maxdome, Sky Online, YouTube, Deezer, Spotify, Zattoo und eine Vielzahl von Mediatheken.

Sowohl der HF85JS (1999 Euro) als auch der HF85JG (1799 Euro) können Inhalte drahtlos vom Smartphone oder Tablet per Miracast projizieren. Alternativ spielen die kompakten Projektoren Filme, Fotos und Präsentationen direkt von einem angeschlossenen USB-Stick ab. Zwei HDMI-Anschlüsse stehen für Spielkonsole, Blu-ray-Player oder den Rechner bereit.

Sonys Riesenzwerg

Kaum größer als eine Handfläche und dennoch genügend Power für drei Meter Bildfläche: Der neue mobile Projektor MP-CD1 von Sony wiegt nur 280 Gramm, arbeitet extrem leise und kann mit einer Akku-Ladung für rund 120 Minuten Filmspaß sorgen.

Das sei ideal für Business-Präsentationen, Computerspiele, Events unter freiem Himmel oder Filmabende mit der Familie, beteuert Sony. Um unter so gut wie jeder Bedingung zu überzeugen, verfügt der kleine Strahler über die DLP IntelliBright Technologie, welche die Bildhelligkeit dank intelligenter Algorithmen auf ein Maximum bringt, ohne die Akkulaufzeit zu beeinflussen.

HDMI für direkte Verbindung

Damit es auch bei größeren Projektionen aus spitzem Winkel nicht zu Verzerrungen kommt, hilft die „Auto Keystone Correction“ bei der Begradigung. Der „Dynamic Picture Mode“ passt die Helligkeit und Farben von Fotos und Videos optimal an. Zudem entwickelt der 400 Euro teure Projektor, der im April in den Handel kommt, auch bei längerem Betrieb kaum Wärme. Geladen wird er über einen USB-C Port.

Das funktioniert auch, wenn der Projektor läuft. Einmal eingeschaltet, ist er nach rund fünf Sekunden einsatzbereit und lässt sich via HDMI direkt mit einem PC, der Playstation oder anderen Zuspielern verbinden.   Zum Lieferumfang gehört ein kleines Stativ, um den MP-CD1 auf jeder Oberfläche oder an der Decke sicher und fest zu platzieren.

Der erste „Beam-Man“?

Natürlich muss man – was die Bildqualität anbelangt – bei einem mageren Kontrastverhältnis von 400:1 sowie einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln Kompromisse eingehen. Von den Resultaten der beiden LGs ist der Sony weit entfernt. Bei 345 Zentimetern Abstand zur Projektionsfläche kriegt er ein drei Meter breites Bild gerade noch hin.

Von Heimkino-Niveau kann man da wohl kaum sprechen. Andererseits dürfte man schwer ein vergleichbares Westentaschen-Gerät mit einer Länge von nur 15 Zentimetern und einer Breite von 83 Millimetern finden. Nach Walkman und Discman könnte es sich um den ersten Beam-Man von Sony handeln.