Da hat sich Panasonic ein Kuckucksei ins eigene Nest gelegt! Die Lumix DC-G9 rüttelt als Newcomer im Bereich der spiegellosen Systemkameras (DSLM) kräftig am Thron der viel gepriesenen GH5 bzw. GH5S. Zum Gehäusepreis von 1699 Euro rennt sie die Tür zur heiligen Halle der Champions förmlich ein.

Auch die G9 kann beides: Fotografieren und Videografieren. 4K sowieso, 6K im speziellen Fotomodus. Mit ihren vielfältigen Aufnahmefunktionen, extrem schnellen Reaktionszeiten und solider, kompakter Bauweise empfiehlt sich das Nesthäkchen besonders für Reportage-, Action-, Sport- und Wildlife-Fotografie.

Typische Profi-Merkmale

Rein optisch ordnet man den High-Tech-Tausendsassa sofort in die Profi-Klasse von Herstellern wie Canon, Nikon oder Sony ein. „Typisch“ sind ein großzügig dimensioniertes Display auf der Oberseite sowie ein optional erhältlicher Akkugriff. Längst nicht nur deshalb dürften die Platzhirschen nervös werden.

Ausgestattet mit einem 20,3 Megapixel-Digital-Live-MOS-Sensor ohne Tiefpassfilter erreicht das neue Foto-Topmodell nach Herstellerangaben dank verbesserter Auflösung, Gradation und Farbwiedergabe die bisher höchste Bildqualität aller LUMIX Kameras.

Die Schnellste ihrer Gattung

Das ist fast ein wenig tiefgestapelt, denn ein neuer Hochauflösungsmodus ermöglicht zudem 80-Megapixel-Fotos im JPEG- und RAW-Format. Der deutlich verbesserte Body-I.S. (Bildstabilisator) der G9 erlaube um bis zu 6,5 EV-Stufen längere Belichtungszeiten aus freier Hand.

Der präzise Autofokus mit DFD-Technologie erreiche mit 0,04 Sekunden die schnellste AF-Geschwindigkeit einer Kamera ihres Typs. Mit seiner hohen Tracking-Performance biete das System zudem beste Voraussetzungen für eine zielsichere Motivverfolgung.

Sucher ohne Dunkelphasen

20 Bilder pro Sekunde im AFC-, beziehungsweise 60 Bilder pro Sekunde im AFS-Modus in voller 20,3-Megapixel-Auflösung? Uff. Da werfen die Konkurrenten das Handtuch. Zusätzlich zur normalen Serienbildaufnahme stehen bei Bedarf die 6K/4K Fotofunktionen zur Verfügung.

Mit der außerordentlich starken Vergrößerung von ca. 1,66x/0,83x (35mm KB) verfügt die LUMIX G9 zudem über den größten Sucher ihrer Klasse. Das Sucherbild arbeitet bei Highspeed-Serienbelichtungen ohne Dunkelphasen. Nacht-Modus und eine AF-Punkt-Lupenfunktion sind ebenfalls integriert.

Dreh- und schwenkbarer Monitor

Die Bildkontrolle auf der Kamerarückseite erfolgt über einen dreh- und schwenkbaren 7,5-cm-LCD-Monitor im Seitenverhältnis 3:2 mit hochauflösenden 1,04 Mio. Bildpunkten. Zum Speichern der Bilder ist ein Doppel-SD-Kartenlaufwerk für schnelle UHS-II-Karten an Bord.

Um auch unter widrigsten Aufnahmebedingungen beste Ergebnisse zu liefern, bestehen Front- und Rückrahmen des Gehäuses aus Magnesiumlegierung. Darüber hinaus zeichnet sich die G9 durch eine staub- und spritzwassergeschützte Konstruktion aus und ist frostsicher bis minus zehn Grad Celsius.

Ständige Verbindung möglich

Bluetooth und WiFi® Konnektivität ermöglichen eine komfortable kabellose Kamera-Fernsteuerung und sofortige Bildweitergabe. Die Kompatibilität mit Bluetooth 4.2 und BLE (Bluetooth Low Energy) erlaubt eine ständige Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet bei minimalem Stromverbrauch. Das Magazin FOTOHits ordnete die G9 nach einem ausführlichen Test in die Spitzenklasse ein und vergab die Gesamtnote „Exzellent“.

Die ultraschnelle Kamera warte mit extremen Leistungen bei Autofokus und Serienbildern auf und erfülle selbst sehr hohe Ansprüche. Zitat: „Panasonic ist mit der G9 endgültig der Aufstieg in die Profi-Klasse gelungen und das zu einem vergleichsweise sehr günstigen Preis“. Kleiner Makel: im Video-Modus arbeitet sie mit lediglich 30 Bildern pro Sekunde und hinkt der hier doppelt so schnellen GH5S etwas hinterher.