Nach und nach machen sich Hersteller von TV-Geräten Gedanken darum, mit welcher Technik sie das Display ihres Fernsehers oder Monitors versehen – LCD, Plasma oder doch bereits OLED? Nachdem wir Plasma bereits bei einigen Elektronik-Unternehmen ausscheiden sehen – Samsung beendet Produktion Ende 2014 – will man nun auch LCD gegenüber OLED etwas zurückfahren. Im Jahr 2020 soll der Umsatz durch flexible OLED-Displays dadurch auf 16 Milliarden US-Dollar ansteigen.

Hartkunststoff- und flexible OLED-Displays legen zu

LG Electronics hat Anfang dieses Jahres auf der CES in Las Vegas den ersten Ultra High Definition 4K OLED TV gezeigt, der nun noch bis Ende des Jahres auf den Markt kommen wird – für 8.999 US-Dollar. Wie die Analysten von IDTechEx, einem Marktforschungsunternehmen, nun in einem neuen Report erklärten, werde der Markt der Hartkunststoff- und flexiblen OLED-Displays bis 2020 auf ein Volumen von 16 Milliarden US-Dollar ansteigen.

Das erste richtige Vorzeige-Smartphone mit biegsamem Display erwartet man bei IDTechEx für das Jahr 2017. Diese Annahme legen die Analysten der ursprünglichen Prognose zugrunde, dass im Jahr 2020 das Marktvolumen bei rund 20 Milliarden US-Dollar liegen werde. Derzeit werden bei Handheld-Produkten wie dem Galaxy Round von Samsung oder dem G Flex von LG noch OLED-Displays aus Hartkunststoff verwendet. Hier kommt statt Glas ein Polyamid-Substrat als Basismaterial zum Einsatz.

Insgesamt hat IDTechEx den Markt in acht Teile unterschieden und diese einzeln untersucht. Neben Mobiltelefonen sind auch Fernseher, Automotive und Wearable-Technik mit dabei. Letzteres wird dabei als wichtigster Trend gesehen. Der Markt für OLED-TVs ist unterdes noch eher klein. Für die kommenden zehn Jahre erwartet man hier ein Wachstum im mittleren Bereich um 42 Prozent pro Jahr.

[Elektroniknet]