Olympus will in der obersten Liga der Kamera-Hersteller mitspielen. Ganz deutlich wird das, wenn man sich das neue spiegellose Flaggschiff, die Olympus OM-DE-M1 II, die auf der Photokina vorgestellt wurde, einmal näher betrachtet. Der UVP steht nach langer Geheimniskrämerei auch fest: 1999 Euro. Ab Dezember wird die Kamera erhältlich sein. Beeindruckend ist vor allem ihr Arbeitstempo.

Ein MFT-CMOS-Sensor mit 20 Megapixel Auflösung, 4K-Video, zwei Speicherkartenslots für SD-Karten, aufwändiger Autofokus und eine ISO-Empfindlichkeit von 100 bis 25600 sind Eckdaten, die sich sehen lassen können. Der TruePic-VIII Bildprozessor ist beweglich gelagert, Bildstabilisator und High-Resolution-Modus hat man optimiert, mit IS-Objektiven von Olympus schafft man beste Voraussetzungen für beeindruckende Bilder „aus der Hand“ oder verwacklungsfrei, „ruhige“ Videos.

14 Bilder vor dem Auslösen

Im Gegensatz zum Vorgängermodell E-M1 verfügt die Neue über ein Hybrid-Autofokus-System, bei dem die Phasenmessung Priorität hat. Nicht weniger als 121 Messfelder, durch die Bank Kreuzsensoren, decken 80 Prozent der Sensorfläche ab. Ältere Four-Thirds-Objektive können ohne Probleme verwendet werden.

Die neue Sensorarchitektur und die Rechenleistung des 8-Kerne-Bildprozessors verhelfen der Olympus zu 18 RAW-Aufnahmen pro Sekunde im AF-C Modus. Oder sogar zu 60, wenn die Schärfenachführung abgeschaltet wird. Wählt man den Pro-Capture-Modus, nimmt sie sogar 14 Bilder in Folge auf, bevor man den Auslöser ganz durchdrückt. Wie das funktioniert?

Im Bereitschaftsmodus wird quasi dauernd aufgezeichnet, aber nicht abgespeichert. Sobald der Auslöser halb durchgedrückt wird, um zu fokussieren, springt die Kamera einfach 14 Bilder zurück. 4K-Filme erstellt sie normal mit 3840 x 2160 Pixeln und 30 B/s und in „Cine-4K mit 4096 x 2160 Pixeln und 24 B/s. Der 3-Zoll-Monitor mit 345667 Pixeln ist dreh- und schwenkbar und funktioniert auch als Touchscreen zur Steuerung des staub- und spritzwassergeschützten Gerätes.

Profi-Service jetzt auch bei Olympus

Dass man sich in den Revieren von Canon und Nikon Pfründe sichern will, verrät das Ansinnen, demzufolge Olympus mit der Markteinführung der neuen EM-2 einen Profi-Service einführen will. Bei den kostenpflichtigen Varianten Advanced und Elite werden Reparatur-Service, Hotline sowie Express-Dienste inklusive Leihware angeboten.