Im Segment hochwertiger AV-Receiver positioniert sich Marantz ab sofort mit dem SR7011 neu, der die Modellreihe des renommierten Herstellers anführt. 3D-Surround-Sound wird mit den immersiven Formaten Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D (über kostenpflichtiges Upgrade, verfügbar Anfang 2017) produziert. Die neun hochwertigen Verstärkerstufen mit jeweils 200 Watt können ein vollständiges 5.1.4-Heimkino-Setup antreiben. Mehr Kanäle sind möglich, aber dann wird es teuer.

Der SR7011 kostet etwa 1800 Euro und ist mit besonders hochwertigen und sorgfältig ausgewählten Audiokomponenten ausgestattet. Alle Signale werden mit den von Marantz selbst entwickelten HDAMs (Hyper Dynamic Amplifier Modules) mit Current Feedback-Technologie verarbeitet und erst danach über die Endstufe zu den angeschlossenen Lautsprechern weitergeleitet.

Bereit für die nächste 4K-Generation

Dank integrierter HEOS Technologie kann der SR7011 in ein kabelloses Multiroom-Musiknetzwerk eingebunden werden. Onlinestreaming-Musikdienste sowie tausende Internetradiosender sind mit der kostenlosen HEOS App nutzbar. Zusätzlich kann man per Bluetooth und AirPlay Musik direkt von beliebigen kompatiblen Geräten streamen.

Der Receiver im typischen Marantz-Design ist mit einer leistungsstarken Videoeinheit ausgestattet. Alle 8 HDMI-Anschlüsse sind mit den neuesten HDMI- und HDCP 2.2-Spezifikationen kompatibel. Dank 4K Ultra HD-Video mit 60 Hz, 4:4:4 Pure Color-Subsampling, HDR- und 21:9-Video, 3D- und BT.2020-Passthrough-Support an jedem Eingang ist er gerüstet für die nächste Generation von 4K Blu-ray-Playern, Settopboxen und weiterem 4K Ultra HD-Quellen. Außerdem kann er auch analoge und digitale SD- und HD-Videoinhalte auf 4K Ultra HD aufwärtskonvertieren.

„Einfach anschließen“ ist nicht billig

Enschuldigung! Aber Jetzt geht das wieder los. Ich zitiere: „Dank der Verarbeitung von 11 Kanälen können Sie einfach einen externen 2-Kanal-Verstärker anschließen und Dolby Atmos oder DTS:X in einer eindrucksvollen 7.1.4-Konfiguration genießen. Dolby Surround Upmixer und DTS Neural:X Upmixer sind ebenfalls vorhanden, um bei Standardformaten 3D-Klang zu simulieren“.

Zur Ehrenrettung von Marantz sei gesagt, dass dieses Unternehmen wenigstens auch Endstufen herstellt, die man dann „einfach anschließen“ kann, wenn man „einfach so“ nochmals knapp 1000 Euro für die zweikanalige Version Marantz MM 7025 draufgelegt hat.

"Einfach anschließen": die kleine Marantz-Endstufe kostet etwa 1000 Euro.

„Einfach anschließen“: die kleine Marantz-Endstufe kostet etwa 1000 Euro.

Weiter im Text: „Mit Auro-3D tauchen die Hörer in einen regelrechten Klangkokon ein, der ihnen das Gefühl verleiht, sich im Zentrum des Geschehens zu befinden. Auro-3D bietet dank spezieller Höhen- und Überkopf-Kanäle, die zusätzlich zu den normalen Kanälen eingesetzt werden, ein immersives Surround-Sound-Erlebnis der Extraklasse.

Woher kommt der zehnte Kanal?

Die bei der Aufzeichnung oder während des Mischens erfassten Höheninformationen fließen in einen 5.1-Standard-PCM-Stream ein, der über herkömmliches Blu-ray verfügbar ist. Nach Durchführung eines Upgrades mit dem Auro-Codec-Decoder ist der SR7011 in der Lage, den ursprünglichen Auro-3D-Mix zu decodieren und eine Auro-3D-10.1-Kanalkonfiguration wiederzugeben“.

Zwischenfrage an dieser Stelle: wie schüttele ich den Anschluss für den zehnten Kanal für die so genannte „Voice of God“ aus dem Ärmel? „Mit externem Verstärker“, schreibt Marantz. Dann bleibt aber ein Ausgang frei, oder? Am besten also gleich zur Marantz 5-Kanal-Endstufe MM 7055 greifen und 1400 Euro investieren? Ein irgendwie unausgegorenes Konzept, das so viele führende Hersteller, die meistens nicht einmal passende zusätzliche Endstufen anbieten, da so vollmundig anpreisen. Man sollte sich gründlich überlegen, ob man mit neun Kanal-Verstärkern am Ziel seiner audiophilen Wünsche angelangt ist. Falls Zweifel bleiben, lieber gleich zu einem „Elf-Ender“ greifen, der im Schnitt für 2500 bis 3000 Euro angeboten wird.

Der "große Bruder" hat 5 Kanäle und kostet 1400 Euro.

Der „große Bruder“ hat 5 Kanäle und kostet 1400 Euro.

Der neue Marantz decodiert verlustfreie Dateien in den Formaten ALAC, FLAC und WAV mit bis zu 24 bit / 192 kHz sowie DSD 2,8 MHz und 5,6 MHz (audiophiles SACD-Format). Die Zuspielung der Dateien kann über den USB-Anschluss an der Frontseite oder von Netzwerkquellen erfolgen. Außerdem lassen sich populäre Formate wie MP3 wiedergeben. Das Gerät ist mit der vollständigen Audyssey Platinum-Suite leistungsstarker DSP-Algorithmen ausgestattet. Dazu gehört auch die Raumakustikkorrektur Audyssey MultEQ XT32.