Streaming vom Smartphone oder Tablet zu Hause über die Stereoanlage, unterwegs über Kopfhörer oder im Auto – dank komprimierter Formate wie MP3 gar kein Problem mehr. Große Teile der Bevölkerung scheinen mit dem „Mitnahmeartikel Musik“ sehr zufrieden zu sein und finden nicht den geringsten Anlass zum Klagen.

Wieso werden dann immer mehr hochwertige Verstärker, AV-Receiver, CD-, SACD-, Blu-ray- und Ultra HD Blu-ray-Player und vor allem Musicstreamer verkauft, die das Siegel „Hi-Res Audio“, also „hochauflösendes Audio“ tragen?

Die Bahn wurde frei geräumt

Macht es etwa doch Sinn, seine Hörgewohnheiten auf Musik in Lossless-Qualität umzustellen? Haben AIFF-, WAV-, FLAC- und Apple-Codecs ihre Berechtigung oder sind sie nur ein pfiffiges Instrument, um eine betuchtere Käuferklientel zu „melken“?

Was sich abzeichnet ist, dass immer mehr Leute von verlustfrei komprimierten und hochaufgelösten Musikstücken begeistert sind. In Zeiten enorm günstiger Massenspeicher sowie bezahlbarer „schneller“ Internetanschlüsse wurde quasi die Bahn frei geräumt.

Yamaha auf neuem Weg

Ausgerechnet die japanische Edelschmiede Yamaha bringt jetzt mit dem NP-S303 einen Netzwerkmusikplayer auf den Markt, der zum niedrigen Preis von 349 Euro digitale Musik auf Wunsch auch in Hi-Res-Qualität „verströmt“.

Die Schaltung des Gerätes ist nach Herstellerangaben auf maximale Klangqualität optimiert. Den Audio-Signalweg habe man so kurz wie möglich gehalten, um eine saubere Übertragung ohne Einstreuungen zu erreichen. Außerdem seien die analoge und die digitale Seite der Schaltung getrennt angelegt, um ungewollte Wechselwirkungen zu vermeiden.

Leichte Integration in Netzwerke

Die Palette unterstützter Audio-Formate umfasst DSD bis 5,6 MHz, AIFF-, WAV- oder FLAC-Dateien mit bis zu 192 kHz und 24 Bit sowie Apple Lossless mit 96 kHz und 24 Bit. Ein Burr-Brown-Wandler überträgt digitale Daten von Spotify, Deezer, Tidal, Qobuz oder Juke in die analoge Welt.

Zusätzlich lässt sich Yamaha-Musikstreamer kabelgebunden oder drahtlos in das heimische Netzwerk integrieren. Auf diese Weise werden Musikdateien anderer angeschlossener Geräte verfügbar. Zum Beispiel die Musiksammlung auf dem PC oder von einer NAS-Festplatte. Kompatible iOS- und MacOS-Geräte kommunizieren über AirPlay, andere Smartphones und Tablets nutzen die Bluetooth-Schnittstelle.

Redaktion von „LowBeats“ jubelt

Der NP-S303 ist mit dem Multiroom-System MusicCast ausgestattet, das alle netzwerkfähigen Audiokomponenten von Yamaha zu einem einzigen großen System verbindet. Mit der kostenlosen App MusicCast CONTROLLER ermöglicht Yamaha die Steuerung des heimischen Musiknetzwerks über Smartphones und Tablets per iOS oder Android.

„Auf dieses Gerät dürften nicht nur wir bei LowBeats lange gewartet haben“, jubelt die Redaktion von – LowBeats, genau! „Mit dem NP-S303 stellt der japanische HiFi-Spezialist Yamaha seinen neuen, multifunktionalen Netzwerkspieler vor. Das Besondere daran ist, dass er tatsächlich das Zeug zum Volks-Netzwerkspieler hat – und das keineswegs nur wegen seines äußerst attraktiven Preises“.

High-End Bausteine verwendet

Der Hersteller verweise sogar explizit darauf, die gleichen hochwertigen Komponenten wie in High-End-Modellen zu verwenden. „Vielmehr beeindruckt er mit einem ungewöhnlich prallen Feature-Paket, wie es selbst Geräte weit oberhalb seiner Preisklasse kaum toppen können“, fügt LowBeats an.

Selbstverständlich zeigt sich der NP-S303 vorbereitet für alle gängigen Internet-Streaming-Dienste: Dazu zählen Spotify, Napster, Qobuz und Juke ebenso wie Deezer und Tidal. Qobuz und Tidal erlauben dabei Musikstreaming in echter Hi-Res-Qualität, sodass anspruchsvoller Hörgenuss auch via Internet möglich ist.