TechniSat und Nubert – zwei vom Erfolg verwöhnte deutsche Unternehmen, die sich bei der Entwicklung ihrer Produkte stets auch Gedanken zum Thema Produkt-Design machen. Während TechniSat mit Satelliten-Receivern zu einer Firma mit international hohem Ansehen wurde, setzte die Mannschaft um Günther Nubert konsequent auf den Bau von Hifi-Lautsprechern. „Red Dot Awards“ heimsten beide Hersteller allerdings mit anderen Produkten ein.

TechniSat hat mit dem AUDIOMASTER MR3 einen Multiroom-Speaker auf den Markt gebracht, der mit seinen drei durch ELAC verstärkten Schallwandlern für ein 3D-Sounderlebnis der Extraklasse sorgt. Das 399 Euro teure Gerät überzeugte die Red Dot-Jury zudem mit zahlreichen Features, wie z. B. Audiostreaming und Spotify Connect.

Holzkorpus und gebogene Gitter

Über WLAN oder Bluetooth-Audiostreaming ist es möglich, Musik vom Smartphone, Tablet oder einem Multiroom-fähigen TechniSat Digitalradio ohne Kabelverbindung und in bester Qualität an den Audiomaster MR3 weiterzuleiten.

Seine besondere Bauform basiert auf zwei geschwungenen, jeweils aus einem einzigen Stück Metall verarbeiteten und kunstvoll gebogenen Gittern, die den inneren Holzkorpus umschließen. Die matt lackierten Stahlgitter werden nur durch eine feine Strebe voneinander getrennt, um die Schwingungen des voluminösen Sounds perfekt abzufedern.

Freistehende Platzierung im Raum möglich

Das Lochmaß der Gitter wurde perfekt abgestimmt, um einerseits herausragenden Klang zu gewährleisten, andererseits eine dezente Blickdurchlässigkeit zu erlauben. Musikliebhaber erkennen so die unverwechselbaren silbernen Aluminium-Bassmembranen der drei verbauten ELAC-Lautsprecher. So entsteht ein rundumschließendes Design, das eine freistehende Platzierung des Lautsprechers überall im Raum ermöglicht.

Das puristische Design setzt sich auf der Oberseite fort. Der große Drehregler und die Moduswahltaste sind perfekt bedienbar in einer Vertiefung eingelassen, ohne die klaren Linien des Lautsprechers aufzubrechen. Die spezielle Lackierung der Oberfläche ist unempfindlich und schützt vor Fingerabdrücken. Sie wird nur von sechs dezenten Status-LEDs betont, die den aktuellen Betriebsmodus anzeigen.

40-köpfige Jury testete und tagte

Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards: „Die Red Dot-Sieger verfolgen die richtige Designstrategie. Sie haben erkannt, dass gute Gestaltung und wirtschaftlicher Erfolg einhergehen. Die Auszeichnung der kritischen Red Dot-Jury dokumentiert ihre hohe Designqualität und ist richtungsweisend für ihre erfolgreiche Gestaltungspolitik.“

Auch für 2017 hatte der Award Hersteller und Designer weltweit dazu aufgerufen, ihre Produkte einzureichen. Die  40-köpfige Jury aus unabhängigen Designern, Design-Professoren und Fachjournalisten testete, diskutierte und bewertete jedes einzelne Produkt und vergab dabei die Honourable Mention für eine gut durchdachte Detaillösung, den Red Dot für hohe Designqualität, und den Red Dot: Best of the Best für wegweisende Gestaltung. Insgesamt verzeichnete der Wettbewerb dieses Jahr mehr als 5.500 Einreichungen aus 54 Nationen.

Best of the Best: Nubert Endverstärker

Der analoge Endverstärker nuPower A von Nubert erhielt mit der Ernennung zum „Best of the Best“ die höchste Auszeichnung im Red Dot Award: Product Design 2017. Bereits 2016 hatten die Vorstufe nuControl und die Endstufe nuPower D diese Auszeichnung für ihre hohe Designqualität errungen.

Mit der Auszeichnung „Best of the Best“ in der Sparte Unterhaltungselektronik/Audio beweist der nuPower A, dass er sich in Innovationsgrad, formaler Qualität, Funktionalität oder Ergonomie von vergleichbaren Produkten auf dem Markt abhebt. Verantwortlich für diesen Erfolg zeichnet das Nubert Projektteam: Roland Spiegler von der Geschäftsleitung, Projektleiter Markus Pedal und Produktionsleiter Miro Micklitz.

Sie haben die ebenfalls mit einem Red Dot prämierte Formensprache von nuControl und nuPower D, die zusammen mit dem verstorbenen Produktdesigner Andreas Utz entworfen wurde, für den nuPower A auf die zwei zentralen Power- und Selector-Bedienelemente auf der massiven Frontplatte reduziert.

Audio urteilte: „zu günstig“

Die markanten Kühlrippen an den Gehäuseflanken visualisieren, mit wie viel Kraft der Verstärker Klänge von höchster Reinheit reproduziert. Seine absolute Ausnahmeposition hat der nuPower A zuvor schon mit Einstufungen wie „Referenzklasse“ oder „High-End-Klasse“ bei mehreren Fachzeitschriften für Unterhaltungselektronik sowie mit dem Gewinn des „iF Design Award 2017“ bewiesen.

Dem aufs Wesentliche reduzierten Äußeren des nuPower A steht in seinem Inneren der von Nubert bekannte technische Perfektionismus gegenüber: Mit lateralen MOSFETs wurde das klassische Class-AB-Bauprinzip auf ein völlig neues Qualitätsniveau katapultiert. Dennoch lockt auch der nuPower A mit einem für die beeindruckenden Leistungswerte des Verstärkers niedrigen Preis (3750 Euro), der laut Fachpresse „für all diese hohen Werte zu günstig“ ist (Audio 04/17).

Unternehmensgründer Günther Nubert sieht sich durch die erneute hochklassige Auszeichnung bestätigt: „Unsere Lautsprecher und Verstärker haben sich bislang vor allem aufgrund ihrer technischen Brillanz durchgesetzt. Dass sie nun auch vermehrt Designpreise erringen und dennoch in ihrer Klasse durch attraktive Preise bestechen, beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“