„Unternehmen profitieren nicht nur von Werbung auf Unterhaltungsplattformen, sie können damit auch Teil eines neuen Modells von Video on Demand werden, das auf die Wünsche der Verbraucher eingeht und Content verfügbarer macht“.

Das sagt Gregor Fellner als Business Development Director bei Rakuten Advertising, einem führenden Anbieter von Werbetechnologie und Verbraucherdaten, der Marken- und Einzelhändlern Werbetechnologie und Einblicke in die Verbraucherwünsche zur Verfügung stellt.

Sport und Comedy werden vermisst

„Hohe Preise und fehlende Verfügbarkeit schneiden viele Verbraucher von Video-Content ab. Die Mehrheit ist bereit, für kostenlosen Content auch Werbung zu konsumieren“. Fazit einer Umfrage unter mehr als 4700 Verbrauchern in Europa – darunter mehr als tausend Erwachsene in Deutschland.

Sie zeigt auf, dass 67 Prozent der Teilnehmer keinen Zugang zu Inhalten haben, die sie gerade in der aktuellen Krise sehen möchten. Vor allem Sportübertragungen und Comedyprogramme werden vermisst.

Hohe Kosten beklagt

Der beliebteste Video-Content hierzulande ist und bleibt der Sport – und mehr als jeder dritte Fan (exakt 36 Prozent) beklagt die hohen Kosten von Video-Anbietern. Im Schnitt bezahlt jeder Deutsche 17 Euro im Monat für bis zu zwei Abos.

Das betrifft nach Angaben von Rakuten Advertising vor allem Fußballfans, denn schließlich bedarf es einer Vielzahl an SVOD-Anbietern, um diesen Sport ganzheitlich zu verfolgen. Ein Drittel der Nutzer ist damit bereits mehr als bedient – sie würden keinen weiteren Dienst mehr dazu buchen, lediglich vorhandene ersetzen.

AVOD als Alternative?

Im Rahmen der Corona-Krise wächst jedoch gleichzeitig die Nachfrage nach Video-Content: 73 Prozent der deutschen Verbraucher konsumieren mehr als eine Stunde Video on Demand am Tag. Einige Verbraucher geben zu, neben Pay-TV und Streaming-Diensten auch illegale Angebote im Internet zu nutzen.

Hier könnten nach Meinung der Rakuten-Experten werbefinanzierte Video-on-Demand-Dienste einen Riegel vorschieben. Sogenanntes Advertising-based Video on Demand, kurz AVOD.

Kostenlos – aber mit Werbung!

Mit AVOD könnten Verbraucher jederzeit kostenlos streamen, im Gegenzug müssten sie Werbe-Spots hinnehmen. So, wie man es auch vom Internet oder Privat-Fernsehen her kennt.

In dieser Krisenzeit ist es nach Ansicht von Gregor Fellner essenziell für Unternehmen, weiterhin zu werben und die Verbindung zu ihren Kunden nicht zu verlieren. Laut der Studie wünschen sich 39 Prozent der Verbraucher Marken, die in diesen unsicheren Zeiten „realistisch kommunizieren“. Näher definiert wird dieses Anliegen leider nicht.