Wie Streaming-Spezialist Jan Ozer in einem Artikel auf Streaming Media erklärte, glaube er, dass die großen Inhalteanbieter, wozu auch Filmstudios gehören, eher zögernd auf 4K-Inhalte zusteuern. Der Grund sei dabei relativ simpel – sie hätten kein Vertrauen in den neuen Auflösungs-Standard, der im Wohnzimmer nicht stark anders wahrgenommen werde, als Full HD mit 1080p. Vielmehr glaube man, dass HDR die Zukunft sei.

Bilder mit höherem Kontrastumfang bieten mehr

Laut Brancheninsidern sei den Anbietern von Film-Inhalten klar, dass 4K-Videos im Wohnzimmer aus den üblichen Entfernungen betrachtet keinen großen Unterschied zu 1080p-Videos machen. Deswegen setze man verstärkt auf die Weiterentwicklung von High Dynamic Range (HDR) Bildtechnologien. Dabei handelt es sich um Bilder mit höherem Kontrastumfang.

Damit ausgestattete Fernseher sollen deutlich sichtbarere Ergebnisse liefern, als die UHD-TVs, die derzeit beginnen den Markt zu erobern. Außerdem sei HDR auch ein besseres Kaufargument. Eben diese Einstellung der Inhalteanbieter könnte den TV-Herstellern nun ordentlich in die Suppe spucken. Da die Anbieter Angst haben, auf den 4K-Filmen sitzen zu bleiben, wird es so schnell nicht allzu viele davon geben.

Für die Geräte-Hersteller würde ein wichtiges Kaufargument fehlen, denn 4K-Filme sind quasi das Wichtigste, wenn es darum geht, einen UHD-TV zu genießen. Immerhin setzen aber schon die Streaminganbieter Netflix, Maxdome und Co. auf UHD-Content oder führen diesen demnächst ein.

[Streaming Media]