Amazon „Music HD“ tritt gegen HiRes-Streaming-Dienste wie Tidal oder Qobuz an. Das dürfte sich in geneigten Kreisen herumgesprochen haben. Neu ist hingegen, dass am 7. November der Alexa-taugliche Lautsprecher Echo Studio zum Kauf angeboten wird.

Mit eingebautem Smart-Home-Hub eigne sich der kompakte Schallwandler, der nach Aussage des Herstellers optisch an Apples Homepod erinnert, außerdem als Schaltzentrale für das smarte Zuhause.

Größer als alle anderen

Der Echo Studio ist deutlich größer als alle bisherigen Echo-Geräte und mit fünf Chassis bestückt. Voluminöse Bässe soll ein 13-cm-Tieftöner mit Bassreflex-Port zaubern. Ein einzölliger Hochtöner und drei 2-Zoll Mitteltöner, von denen einer nach links, einer nach rechts und einer nach oben strahlt, sind Amazons Zutaten für Raumklang.

Aufgrund dieser Anordnung und des integrierten Prozessors für Dolby Atmos und Sonys „360 Reality Audio“ könne der Echo Studio Musik in nativen 3D-Formaten wiedergeben, die künftig auf Amazon Music HD und nächstes Jahr auch auf Tidal von allen drei Major Labels verfügbar sein soll, heißt es.

Pärchen sind möglich

In der Premium-Variante des Amazon-Musikdiensts werden Audiodateien verlustfrei mit Datenraten bis zu 850 kBit/s abgespielt. Ausgewählte Songs sollen sogar in mit 24 Bit und 192 kHz bei einer Bitrate von bis zu 3730 kBit/s vorliegen.

Zwei Echo-Studio-Boxen können auch ein Stereo-Paar bilden oder mit ausgewählten FireTV-Geräten kombiniert werden. Der integrierte DAC-Chip verarbeitet 24 Bit. Eine automatische Anpassung an die Position im Raum und dessen Akustik ist an Bord.

Zigbee-Hub für Smart Homes

Für die Smart-Home-Steuerung ist ein Zigbee-Hub verantwortlich. Der Echo Studio tritt in unmittelbare Konkurrenz zu Apples Home Pod und Googles Home Max, ist aber – typisch für Amazon – preisgünstiger! Pro Stück werden 200 Euro fällig.

Zum Marktstart wird Amazon „hunderte“ kompatible Musikdateien anbieten, welche die neuen Tonformate nutzen. Für Amazons Geräte-Chef David Limp stellt der Echo Studio eine „sehr billige Alternative zu 5.1- oder 7.1-Systemen“ dar.