Es ist keine leichte Aufgabe, Kino-Fans, Musik-Enthusiasten und Gamer akustisch unter einen Hut zu bringen. Freut sich der Cineast, weil der Bass gar so prächtig wummert, verzieht der sensible Musikus das Gesicht, da ihm aufgeblähte Eindrücke bei Schallwandlern grundsätzlich den Tag vermiesen. Und wenn beim Bubi, der sich intensiv seiner Playstation widmet, nicht alles um ihn herum zirpt, quietscht, fiept, brummt und daddelt, wird es ihm schnell langweilig.

Es begab sich zu jener Zeit, dass der Herr zum Ingenieur sprach „Gehe hin, versammle begnadete Handwerker um dich und baue Lautsprecher, die jedem meiner Jünger ein Wohlgefallen sind. Dann kommst du vielleicht ins Himmelreich, auf jeden Fall aber in die Bestenlisten von Fachzeitschriften“. Ausgerechnet Teufel stellte sich der Herausforderung und meisterte den Job! Seit diesen längst vergangenen Tagen gibt es ein formidables Heimkino-Lautsprecher-Set, das sich als allseits tolerierter „Allrounder“ etablierte und das man mehrmals verbesserte. Man taufte es gut gelaunt „Theater“ – Note 1,0 im Magazin „Heimkino“ vom Januar 2013, bestimmt nicht zuletzt wegen des „vernünftigen“ Verkaufspreises.

Dipole und doppelte Tiefmitteltöner

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Die Dipol-Rear-Boxen werden ruckzuck zu Direktstrahlern.

Jetzt legen die Berliner Satansbraten nach und präsentieren das „Theater 500 Surround 5.1-Set“. Getreu dem Leitspruch „Nichts ist so gut, dass man es nicht verbessern könnte“. Die Dipol-Rear-Boxen des sechsteiligen Sets sind flexibel einsetzbar, da sie in typischer Dipol-Manier nach vorne und (phasenverkehrt) nach hinten abstrahlen, was gerade kleineren Räumen Kino-Atmosphäre einhaucht. Man kann aber auch einen Schalter umlegen – schon werden sie zu Direktstrahlern die man problemlos an die Wand hängen kann. Unbedingt erwähnen muss man an dieser Stelle, dass Dipol-Lautsprecher ein raffiniertes „Extra“ sind, das es in der Preisklasse, in der wir uns hier bewegen, eigentlich nicht gibt.

Der Center bekam einen doppelten Tiefmitteltöner spendiert, was ihn enorm pegelfest macht und bester Sprachverständlichkeit förderlich ist. Man munkelt, dass man sogar mitkriegt, was Til Schweiger nuschelt! Je mehr Membranfläche, desto besser: Herz des Subwoofers ist ein fetter 300-Millimeter-Lautsprecher, der abgrundtiefe Bässe bis 28 Hz in die Umgebung pumpt. Da flattern dann die Hosenbeine! Mittels Constant Directivity Concept wird ein überaus breites und gleichmäßiges Abstrahlverhalten der Boxen realisiert. Der Klang ist auf jeder Hörposition im Raum ungefähr gleich, ohne die Ortbarkeit zu beeinträchtigen.

Schallkammer tötet stehende Wellen

Im Inneren der Hauptlautsprecher befindet sich eine bedämpfte Schallkammer. Stehende Wellen und Resonanzen treten nicht mehr auf, der Klang bleibt bei jeder Lautstärke gleich gut. Apropos: zu „schwachbrüstige“ Verstärker oder Receiver sollte man Teufels Theater nicht zumuten. 50 Watt Sinusleistung pro Kanal sollten es mindestens sein. Karl Valentin, der ebenso großartige wie geizige Komiker, würde jetzt fragen „Und wie teuer kostet der Preis?“ 1699,99 Euro! Wieviel Reichsmark das wären, weiß ich nicht. Der Meister würde gewiss die Gelegenheit beim Schopfe packen und sich die „Theater“-Requisiten acht Wochen lang zum Probehören in die Bude stellen lassen – auch so eine teuflische Versuchung.