Es ist gar nicht mehr so lange hin. Vom 6. bis 11. September präsentieren zahlreiche Aussteller der Consumer Electronics und Home Appliances Branchen ihre Produkttrends und Innovationen auf der IFA in Berlin. Die gfu Consumer & Home Electronics GmbH wirft als Veranstalter der Messe vorweg einen Blick auf die Trends. Wir lassen die Home Appliances weg und konzentrieren uns auf die Consumer Electronics.

Und da dominiert – wenig überraschend -, Künstliche Intelligenz (KI) deutlich. Viele Gerätearten arbeiten mit digitalen Systemen, die selbst lernen und damit im Lauf der Zeit immer leistungsfähiger werden. Sprachsteuerungssysteme spielen da eine enorm wichtige Rolle.

Intelligente Software

Die jüngste Bildschirm-Generation mit 8k-Auflösung braucht KI, um Bildinhalte mit den heute noch üblichen Auflösungen perfekt an das neue, extrem feine Pixelraster anzupassen. Und wenn es gilt, den Ton zum Bild optimal aufzubereiten, hilft KI ebenfalls: Intelligente Software erkennt, ob der Sound aus einem Fußballstadion, einem Nachrichtenstudio oder einem Konzertsaal kommt und sorgt für entsprechende Feinjustage.

5G, die Technik für superschnelle Kommunikationsnetze der nächsten Generation, prägt weitere Neuheitentrends. So wird die IFA 2019 schon die ersten serienreifen 5G-Smartphones präsentieren, andere mobile Datengeräte werden rasch folgen.

Rollbare Displays, faltbare Tablets

Innovative Bildschirmtechniken setzen spektakuläre IFA-Akzente – etwa flexible OLED-Displays: Großbild-Fernseher, die sich wie Rollos aufrollen und in kompakten Gehäusen verschwinden, werden die IFA-Besucher ebenso faszinieren wie Tablets, die sich auf die halbe Größe falten lassen, um sich so in handliche Smartphones zu verwandeln.

Labormuster zeigen sogar schon, wie Mobiltelefone künftig aussehen könnten: wie breite Armreife, die man sich dekorativ um das Handgelenk wickelt. Andere Bildschirm-Prototypen wechseln auf Befehl in einen transparenten Modus. Dann sehen sie aus wie Fensterscheiben – bis die Gerätesteuerung ihnen wieder bunte Bilder auf die Oberfläche schickt.

Kacheln und kurze Distanzen

Micro LED, auch Crystal LED genannt, ist eine weitere Bildschirmtechnik mit Zukunftspotential. Solche Displays erzeugen die Bilder mit farbigen Pünktchen aus kristallinen Leuchtdioden und inspirieren schon heute zu ganz neuen Produktideen: Die IFA wird Micro LED-Schirme zeigen, die sich wie Kacheln zu beliebigen Formen und Größen kombinieren lassen.

Für echtes Heimkino-Feeling sorgen neue Projektor-Generationen. Besonders wohnfreundliche Lösungen schaffen das aus kürzester Distanz – installiert in unmittelbarer Nähe der Bildfläche, zum Beispiel auf einem Sideboard direkt vor der Projektionswand. Andere interessante Modelle, die sich überall mühelos aufstellen lassen, stecken in schlanken, vertikalen Gehäusen mit Tragegriff.

Neue Laserlichtquellen

Sie werfen das Projektionslicht nach oben gegen aufklappbare Spiegel und positionieren die Bilder damit ohne komplizierte Einstell-Prozeduren passgenau auf der Leinwand. Spektakuläre Farben versprechen neue Beamer, die als Lichtquellen separate Laserstrahlen in den Grundfarben Rot, Grün und Blau verwenden.

Um den starken Ton zum großen Bild beizusteuern, gibt es nicht nur ein breites Angebot an Soundbars, die mit der Wiedergabe von 3D-Tonformaten Heimkino-Atmosphäre erzeugen. Der jüngste Audio-Trend heißt 360-Grad-Wiedergabe: Rundum strahlende Boxen, die auch die Höhendimension des Raums akustisch ausleuchten, verleihen dem Begriff Raumklang eine ganz neue Bedeutung.

Funk-Boxen und Scheibendreher

Funklautsprecher zählen weiterhin zu den begehrtesten Gerätearten der Consumer Electronics. Viele Modelle lassen sich zu Multi-Room-Systemen vernetzen und sie alle wetteifern um die Gunst der Kunden mit einem wachsenden Musikangebot aus Streaming-Diensten – auch solchen, die Musik in hochauflösender Qualität über das Internet liefern.

Der gute alte Vinylplattenspieler erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Die IFA spiegelt den Trend neuer Modelle, die Tonträger von gestern mit modernen HiFi-Konzepten konfrontieren. Die jüngsten Geräte bestechen nicht nur mit feinmechanischer Präzision, sie bauen mit integrierten Vorverstärkern und Bluetooth-Sendern für den Musikfunk Brücken in die Moderne.