Gerade einmal knapp jeder Zehnte der rund 18 Millionen Satelliten-Haushalte in Deutschland zahlt aktuell für den Empfang der Privatsender in HD-Qualität. Der Anbieter HD+ arbeitet unterdes bereits am Empfang des neuen Standards Ultra HD und will hier neue Kunden anlocken. Allerdings wird dies auch höhere Preise mit sich bringen, deren Umfang noch nicht bekannt ist.

„Irgendwie müssen die Kosten eingespielt werden“

Der Dienst HD+ bietet aktuell via Satellit die privaten Programme in HD-Qualität an und bereitet sich derzeit auf Ultra HD vor. Dafür befinde man sich bereits in Gesprächen mit den Sendern, um die Details zu klären, so der Chef der HD Plus GmbH, Wilfried Urner, gegenüber dpa.

„Tatsache ist, dass auch bei UHD-Ausstrahlungen in der gesamten Sendekette die Kosten höher sind“, betonte Urner. Es sei noch zu früh zu sagen, wie die Umsetzung genau aussehen werde. „Wir wollen vermeiden, dass man die Kunden noch einmal belastet. Aber irgendwie müssen die Kosten eingespielt werden.Eine Möglichkeit wären für ihn Bündelangebote.

Im vergangenen Jahr konnte HD+ seine Kundenzahl für den HD-Empfang um 17 Prozent auf gut 1.65 Millionen zahlende Nutzer erweitern, wie die Tochter des Satellitenbetreibers Astra am Dienstag mitteilte. Weitere 1.4 Millionen Haushalte befänden sich zudem aktuell in einer kostenlosen Testphase. Auf Basis der neuen Zahlen empfängt fünf Jahre nach Start von HD+ jeder sechste Haushalt die privaten Sender in HD-Auflösung.

„Diese drei Millionen aktiven Kunden sind definitiv im Rahmen dessen, was wir erwarten haben“, sagte der Chef der HD Plus GmbH, Wilfried Urner, der dpa. „Es gibt einfach Leute, die haben ARD und ZDF in HD – und die Privatsender sind ihnen nicht so wichtig, dass sie bereit wären, dafür Geld zu bezahlen.“ Es gebe grundsätzlich eine kostenlos-Mentalität im Satelliten-Fernsehen. „Wir haben nie gesagt, wir haben die HD-isierung in 4-5 Jahren durch.“

[heise]