Lässt man die letzte Meldung der beiden Elektronik-Giganten Revue passieren, in denen bekannt geworden war, dass LG und Samsung sich nach einem jahrelangen Patentstreit nun außergerichtlich einigen wollen, dann klingt folgende Meldung zwar nicht gänzlich undenkbar aber dennoch irgendwie dubios.

Bei Displaysearch spekuliert man nämlich aktuell über eine möglicherweise stattfindende Partnerschaft der beiden koreanischen Unternehmen, die vermutlich seit der CES 2013 einsehen müssen, dass sie ihren Monopol-Status auf dem OLED-Gebiet womöglich bald mit den Japanern teilen müssen. Zweifelsohne führt Samsung zwar momentan noch den OLED-Markt an – allein schon aufgrund der vielen OLED-Displays in den Smartphones. Trotzdem möchte man auch seinen Ruf und Status auf dem begehrten OLED TV Markt, der in Sachen Modellvielfalt nicht mehr lange an einer Hand abzählbar ist, stärken.

Keine Frage: Eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen wäre durchaus für beide Parteien von Vorteil. Displaysearch hat sich Gedanken darüber gemacht und die folgenden drei Gründe aufgelistet, die für eine Kooperation sprechen:

  • Panasonic und Sony zeigten auf der CES 2013 nicht nur Fernseher mit OLED-Technologie, sondern integrierten zudem die Ultra HD Auflösung. Zwar sprach man auf der Messe in Las Vegas nur von mehr oder weniger ausgereiften Prototypen, dennoch erlangten die beiden japanischen Unternehmen mit ihren Vorstellungen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, sodass auch die beiden Koryphäen auf dem Gebiet die längst begonnene Aufholjagd der Japaner (in Zusammenarbeit mit taiwanischen Panel-Herstellern) nicht mehr leugnen können.
  • Der zweite Grund für eine mögliche Zusammenarbeit ist die Tatsache, dass die beiden südkoreanischen Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder über Probleme in der Produktion der OLED-Panels klagten, was im Endeffekt zu einem erhöhten Markteinführungspreis des ersten LG OLED Fernsehers führte. Panasonic und Sony zeigten außerdem neue OLED-Technologien (super top emission) und kostengünstigere Herstellungsmethoden wie das „Ink-Jet-Printing„-Verfahren – Ein weiteres Indiz dafür, dass die beiden Unternehmen auf der Überholspur sind.
  • Zu guter Letzt könnte man sich mit einer Kooperation austauschen und somit nicht nur die Produktionskosten nach unten korrigieren, sondern auch die besten Ideen, Tricks und Technologien kombinieren um den Hunger nach den OLED TVs zu stillen und um schon früh seine Stellung auf dem OLED-Markt zu unterstreichen.

Für uns Konsumenten sicherlich eine sehr angenehme Vorstellung. Sollte an der Meldung etwas dran sein, dann könnten wir schon früher als erwartet mit kostengünstigeren und gut durchdachten OLED Fernsehern rechnen.

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