Ich stelle mir gerade lebhaft vor, wie die eingeschworene Fangemeinde von Beamer-Besitzern nach diesem „Streich“ von Samsung ununterbrochen im Dreieck hüpft: um das „Dilemma“ mit hochauflösender Bildqualität auf großen Kinoleinwänden zu beenden, entwickelten die Südkoreaner einen LED-Flatscreen im Großformat.

Das Ding mit der nüchternen Bezeichnung „Cinema Screen“ wies bei einer ersten Vorstellung eine Bilddiagonale von 455 Zoll auf, war 10,24 Meter breit und 5,4 Meter hoch. Es unterstützt bei voller 4K-Auflösung HDR und strahlt durch die Samsung „Direct-Lit“-Technologie zehn Mal heller als herkömmliche Kinoprojektoren.

Auch was für Outdoor-Kinos

Auf der Kinomesse Cinemacon 2017 in Las Vegas machte der aus einzelnen Modulen zusammengesetzte Samsung Screen, der sich beliebig in Höhe und Breite „ausdehnen“ lässt, ganz schön Eindruck. Der Hersteller gibt in Sachen Helligkeit 500 Candela pro Quadratmeter zu Protokoll. Ein riesiger Unterschied zu erstklassigen DLP-Projektoren mit 48 beziehungsweise Laserprojektoren mit 72 Candela auf der selben Fläche.

Somit eigne sich der Cinema Screen auch für den Einsatz in Outdoor-Kinos. Natürlich sind die Samsung-Leute sehr gespannt, wie sich die Nachfrage entwickelt und ob es gar eine richtige „Kino-Revolution“ geben wird. Das hängt natürlich im Wesentlichen auch vom Preis der Module ab, zu dem sich der Konzern allerdings mal wieder (noch) nicht äußern will. Theoretisch könnte das Samsung-Konzept auch im Heimkino-Bereich verwendet werden. Beim Kauf eines guten 4K-Projektors plus einer drei Meter breiten, hochwertigen Leinwand kommen schließlich schnell 8000 Euro zusammen. Gibt es da in Kürzevielleicht auch was von Samsung?

 

[Quelle: Golem.de]