„Let The Music Play beschreibt unser Konzept für ein Wohnzimmer voll mit Musik – und nicht mit Geräten. Die beiden neuen Pure Audio Netzwerkspieler N-70AE und N-50AE unterstreichen diesen Anspruch mit ihrer enormen Ausstattungsvielfalt, einer intuitiven Bedienung mit der Pioneer Remote App sowie ihrer herausragenden Klangqualität, die auf viele Detailverbesserungen zurückgeht“, erklärt Jürgen Timm, PR- & Product Manager bei Pioneer & Onkyo Europe GmbH.

„Weltpremiere“ für eine neue Generation von Pure Audio-Netzwerkspielern feierte man auf der Münchner HIGH END. Beim Topmodell Pioneer N-70AE wurde in allen Aspekten, die zur Qualität einer HiFi-Komponente beitragen, absolut nichts dem Zufall überlassen.

Lückenlose Ausstattung für alle Streaming-Verfahren

Mechanische Gehäusekonstruktion, Stromversorgung, Schaltungslayout und Bauteilauswahl folgten stets der Prämisse maximaler Performance und wurden in zahllosen Hörtest-Stunden erarbeitet. Bei Geräten auf diesem audiophilen Niveau wohl einzigartig ist die absolut lückenlose Ausstattung der neuen Player mit allen aktuellen (und vielen brandneuen) Streamingverfahren.

Der N-70AE, der im Juli für 1299 Euro auf den Markt kommt, bietet seinem hochwertigen Innenleben das Fundament, das dieses verdient: Auf speziellen Dreipunkt-Isolatorfüßen trägt er eine schwere Stahl-Bodenplatte, die mit drei Millimetern Stärke und entsprechender Verwindungssteifigkeit für Ruhe sorgt und nebenbei hervorragend vor äußeren Störfeldern schützt.

Drei Abteilungen in drei Kammern

Auch eine gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Baugruppen innerhalb des Gehäuses wird wirkungsvoll unterbunden: Netzteil, Streaming-Engine und Audioabteilung sind durch Stahlblech-Wände voneinander getrennt, arbeiten somit in drei separaten, dichten Kammern und tauschen auf präzise kontrollierten Pfaden nur das aus, was für ihre Funktion notwendig ist.

Daten fließen vom Streaming-Board zur Wandlerplatine, sauber aufbereitete Versorgungsspannungen aus der Netzteil-Kammer zu den jeweiligen Verbrauchern. Für digitale und analoge Baugruppen hat man im Netzteil jeweils einen eigenen, wiederum individuell geschirmten Transformator zur Verfügung gestellt.

D/A-Wandler der Spitzenklasse

Im N-70AE arbeiten D/A-Wandlerchips der Spitzenklasse. Jeder Stereokanal hat seinen eigenen ESS SABRE 9016, der hier also im Doppel-Mono-Betrieb läuft und in Verzerrungen, Rauschabstand und Jitter-Unterdrückung mühelos an die Grenzen des heute Machbaren vorstößt.

Um die Fähigkeiten dieser Wandler optimal auszureizen, bietet der Pioneer neben massiven Cinch-Buchsen auch symmetrische XLR-Ausgänge in Neutrik-Markenqualität. Die überragende Qualität des integrierten D/A-Wandlers kommt nicht nur den internen Streaming-Quellen zugute, sondern dank digitaler Eingänge auch externen Zuspielern.

Offen für jedes Wiedergabe-Verfahren

Ein asynchroner USB-Eingang erlaubt die direkte Verbindung zu PCs und Macs, und auch hier werden höchste Auflösungen bis hin zu DSD 11.2MHz und PCM bis 384kHz Abtastrate unterstützt. Weitere Digitalquellen können über optische TOSlink und koaxiale S/PDIF-Eingänge mit dem N-70AE in Verbindung treten.

Die Zeiten, in denen High End immer auch eingeschränkte Vielfalt bedeutete, sind mit den neuen Modellen endgültig vorüber: Ganz gleich, wie der Nutzer es gewohnt ist, Musik zu hören – ob vom Smartphone, einem lokalen NAS-Speicher oder einem Cloud-Musikdienst – der N-70AE ist für jedes Wiedergabeverfahren offen.

Cloud-Streaming in HiRes-Qualität

So findet sich native Unterstützung für die drei wichtigsten Abo-Streamingdienste Spotify, Deezer und TIDAL. Mit letzterem wird der Pioneer nach einem Firmware-Update sogar Cloud-Streaming in voller HiRes-Qualität beherrschen, denn TIDAL streamt bereits jetzt viele Alben als Master-Version im MQA-Format.

Was ist MQA?

Auf eine herkömmliche Audio-CD werden die musikalischen Rohdaten im Format PCM gesichert – bei 16bit und 44,1 kHz. Diese können in verschiedenen Containerformaten gespeichert werden.

MP3 lässt die Dateigrößen schrumpfen – aber auch die Qualität. Beim unkomprimierten FLAC-Format steigt das Hörerlebnis, dennoch muss man als Audio-Experte Kompromisse in Kauf nehmen, denn professionelle Tonstudios arbeiten schon im Vorfeld mit höheren Auflösungen – 24bit und 96 kHz sind keine Seltenheit.

Mit MQA (Master Quality Authenticated) sollen solche Aufnahmen für die Internet-Generation gestreamt oder geladen werden können – und das bei geringen (Datei-)Größen. Kein Vergleich also zu unkomprimierten WAV- oder immer noch riesigen DSD-Files. Vielversprechend an Master Quality Authentificated ist sicherlich, dass die Schöpfer kein neues Containerformat vorsehen, sondern es sich bei MQA eher um ein eigenständiges Decoder/Encoder-System handelt, welches sogar vollständig abwärtskompatibel ist.

Das heißt: Wer (noch) nicht über die geeignete Hard- bzw. Software verfügt, erhält Audiodateien in CD-Qualität. Unterstützt beispielsweise ein Receiver oder Musicplayer MQA, wird die jeweilige Datei entpackt und in das ursprüngliche Format mitsamt der sehr viel höheren Auflösung dekodiert. Vorteile: Die Files sind in der Regel ähnlich groß wie typische MP3- oder FLAC- Tracks, sie enthalten aber zusätzliche Dateien für eine Umwandlung in das Studio-Master-File.

MQA soll dank spezieller Filter sogar Originaldateien besser klingen lassen. Diese entfernen Artefakte im Hochfrequenz-Bereich oder Schwingungen bei tiefen Frequenzen. Dadurch können theoretisch auch alle Musikdateien im PCM-Format nachträglich mit MQA versehen und dadurch optimiert werden. [Quelle: euronics Trendblog]

Der Netzwerk-Player wird zu den ersten Geräten seiner Art gehören, die MQA dann auch neben den auf lokalen Speichermedien abgelegten MQA-Dateien decodieren können. Ebenfalls per Firmware-Update wird Play-Fi dazu kommen und die Vielseitigkeit nochmals erhöhen.

Chromecast, Bluetooth, Apple AirPlay

Bereits jetzt steht die integrierte Chromecast-Technologie zur Verfügung, mit der sich bequem weitere Streaming-Dienste wiedergeben lassen. Für die schnelle Verbindung vom Besucher-Smartphone bieten sich Bluetooth ebenso wie Apple AirPlay an.

Multi-Room-Freunde werden erfreut zur Kenntnis nehmen, dass der N-70AE mit dem Hersteller-übergreifenden Multi-Room-Standard FireConnect kompatibel ist. Die High-End-Anlage im Wohnzimmer muss also nicht außen vor bleiben, wenn es darum geht, Musik ohne Zeitversatz in mehreren Räumen zu spielen oder auf Quellen, die in einem anderen Raum angeschlossen sind, via Netzwerk zuzugreifen.

Vom Computer direkt auf den Netzwerkplayer

Auch auf optimale Praxiseigenschaften wurde große Aufmerksamkeit verwendet: So macht der N-70AE Festplatten oder Speichermedien, die an seinem USB-Port angeschlossen sind, als SMB-Share übers Netzwerk verfügbar. Ein neu erworbenes Album kann vom Computer somit direkt auf den N-70AE bewegt werden, da diese Kombination aus Streamer und Speichermedium im Netzwerk wie ein Musik-Server erkannt wird.

Wegen des eingebautem Dualband-WiFi braucht der Player für stabilen Streaming-Betrieb nicht mal ein Netzwerkkabel – auch wenn die Ethernet-Buchse selbstredend nach wie vor zur Verfügung steht. Für noch mehr Freude bei der Benutzung sorgt die neue Pioneer Remote App für iOS und Android, die eine intuitive und elegante Steuerung der vielfältigen Funktionen vom Smartphone oder Tablet aus ermöglicht.

Der „kleine Bruder“ wurde abgespeckt

Des Wunderknaben kleinerer Bruder, der N-50AE, der mit 899 Euro zu Buche schlägt, entspricht in seinen Netzwerk-Fähigkeiten exakt dem N-70AE, ist aber an einigen Stellen behutsam auf einen besonders attraktiven Preis getrimmt worden. So beschäftigt er statt zwei ESS9016 nur einen dieser extrem hochwertigen DAC-Chips und kommt auch ohne die symmetrischen XLR-Ausgänge des N-70AE aus.

Die Pioneer-eigenen Klangveredler PQFA, Lock Range Adjust und HiBit32-Upsampling bleiben dem Topmodell vorbehalten, ebenso der hochwertige, regelbare Kopfhörerausgang und die opulente Dreikammer-Gehäusekonstruktion. Beiden Modellen gemeinsam ist die solide Aluminium-Ausführung der Frontblende.

 

[Quelle: Pioneer]