Samsung und Amazon Video machen sich gemeinsam für die Verbreitung von HDR10+ stark. HDR10+ ist ein offener Standard für hochwertige HDR-Videoinhalte, der dynamische Metadaten nutzt, um auf kompatiblen TV-Modellen sehr starke Kontraste und lebendige Farben darzustellen.

Im Rahmen der Partnerschaft wird Amazon Video der erste Video-Streaming-Anbieter sein, der seine Kunden auf der ganzen Welt in den Genuss von hochqualitativen Inhalten im Format HDR10+ kommen lässt. Filmstudios arbeiten in der Regel mit professionellen HDR-Produktionsmonitoren. Diese überflügeln die technischen Fähigkeiten der am Markt erhältlichen TVs in mancher Hinsicht, kosten aber auch ein Vielfaches.

Dynamische statt statische Daten

Damit die Bildqualität und der kreative Ausdruck auch zu Hause in jeder Szene dem Referenzbild nahe kommt, erweitert HDR10+ den offenen Standard HDR10 um dynamisches Tone Mapping (dynamische Helligkeits- und Kontrastanpassung).

Der bisher etablierte HDR10-Standard verwendet statische Metadaten. Für zuhause können mit HDR10+ nun Helligkeits- und Kontrastanpassungen für jede Szene vorgeschrieben und mit präzisem Timing übermittelt werden. Die Produzenten von HDR-Filmen sorgen dadurch für eine optimale Bildqualität in jeder Szene.

„Wie ein präzise getimter Equalizer“

Ein Beispiel: Wenn ein Film mit einer insgesamt sehr hellen Abstimmung wenige düstere Szenen beinhaltet, erscheinen diese häufig deutlich dunkler, als der Regisseur dies ursprünglich vorgesehen hatte. Dieses Problem wird mit HDR10+ gelöst.

„Dynamische Metadaten kann man sich wie einen präzise getimten Equalizer für einzelne Helligkeitsbereiche im Bild vorstellen. Helligkeit, Kontrast und Schwarzwerte werden damit szenenabhängig optimiert“, sagt Florian Friedrich, Gründer von Quality.TV und Experte für HDR.

Metadaten passen Bild für Bild an

Unter HDR10 sei dies nur einmal für den gesamten Film möglich. Da aber jeder Fernseher ganz bestimmte Maximalwerte für Helligkeit oder Farbumfang mit sich bringe, gehe somit Bildqualität verloren. HDR10+ setzt hingegen auf dynamische Metadaten, die es HDR-fähigen Fernsehern ermöglichen, die Helligkeit Szene für Szene oder sogar Bild für Bild anzupassen. Durch besonders starke Kontraste und damit auch eine verbesserte Farbdarstellung produziert HDR10+ Bilder, die der Vorstellung der Macher deutlich mehr entsprechen.

„Dynamische Metadaten schaffen im Video-Mastering ganz neue Möglichkeiten. Statt die HDR-Einstellungen für den ganzen Film festzulegen, können je nach Szene angepasste Angaben vorgenommen werden. Das Ergebnis sind deutlich differenziertere und realistischere Bilder“, erklärt Florian Friedrich.

Flexible Anpassung im Vorfeld

Premium-Fernseher mit HDR wie etwa die QLED TVs von Samsung erreichen oder übertreffen bereits die im Mastering übliche Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits und kommen daher mit statischen Metadaten gut zurecht. Die Vorteile von dynamischen Metadaten zeigen sich besonders bei günstigeren HDR TVs, die bei halber Helligkeit oder weniger einen deutlich eingeschränkten Dynamikumfang abbilden.

In Konsequenz geht häufig die Differenzierung zwischen diffusem Licht und Reflektionen in HDR-Bildern verloren – ein wichtiger Faktor für die Tiefenwirkung und den realistischen Bildeindruck. Dynamische Metadaten geben den Content-Produzenten die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob in einer Szene die Differenzierung in den hellen oder dunklen Bildbereichen priorisiert werden soll.

Firmware-Updates – auch für 2016er Geräte

Alle Samsung UHD TVs der Generation 2017 einschließlich des Premium QLED TV Lineups werden HDR10+ unterstützen. In der zweiten Jahreshälfte werden die 2016er Samsung UHD TVs via Firmware-Update die Unterstützung für HDR10+ erhalten.

„Diese innovative Technologie bietet ein HDR-Seherlebnis mit lebendigen Kontrasten und einer präzisen Farbdarstellung“, freut sich Kai Hillebrandt, Vice President Consumer Electronics Samsung Electronics. „Durch erstklassige Partner wie Amazon Video können wir für unsere Kunden noch mehr HDR-Inhalte in atemberaubender Qualität auf unsere UHD TVs bringen.“

HDR10+ steht ab Juli zur Verfügung

Die Einführung von Inhalten mit HDR10+ unterstreicht abermals die Vorreiterrolle von Samsung und Amazon Video im HDR-Bereich. Im Mai 2015 waren diese Unternehmen die ersten Anbieter, die HDR mit dem offenen Standard HDR10 einer breiten Masse zugänglich machten.

Dieser Schritt legte den Grundstein für weitere HDR-Formate. HDR10 ist heute von Hollywood-Filmstudios bis zu TV-Herstellern auf der ganzen Welt der meistgenutzte HDR-Standard. B.A Winston, Head of Global Video Delivery Amazon Video: „Wir bei Amazon versuchen immer wieder, unseren Kunden innovative Angebote zu machen. Als erster Streaming-Dienst werden wir HDR10+ ab Juli weltweit zur Verfügung stellen.“

 

[Quelle: Samsung]