„Die neuesten Modelle unserer Slimline Netzwerk-Receiver vereinen musikalischsten Klang mit fortschrittlichsten Technologien in einem eleganten, schlanken Design“. Emmanuel Millot, Global Brand Director bei Marantz, schwärmt in Superlativen, ohne so richtig Klartext zu sprechen: „Beide Receiver verfügen über viel Leistung sowie die aktuellsten HDMI-Spezifikationen und sind kompatibel mit den branchenführenden Sprachsteuerungs-Plattformen“.

Sowohl das Modell NR1510, das jetzt für 599 Euro in den Handel kommt, als auch der 799 Euro teure NR1710 entsprächen den Anforderungen audiophiler Zuhörer, ohne viel Platz einzunehmen (?). Sie seien die „ideale Option für Nutzer, die das Klangerlebnis einer Soundbar durch ein Gerät mit besserer Klangqualität und Anwenderfreundlichkeit aufwerten möchten“ (??). Bei allem Respekt vor dem Chef auf Wolke 7 müssen wir an dieser Stelle etwas konkreter werden.

Die wichtigsten Unterschiede

Wodurch genau unterscheiden sich die Modelle? Der NR1510 verfügt über zwei Kanäle weniger als sein „großer Bruder“ und liefert etwas weniger Power an die Endstufen. 85 statt 90 Watt? Merkt doch keiner – oder? Doch! Durchaus! Schließlich sind 340 Watt Gesamtleistung deutlich weniger als 630 – nicht wahr?

Während der NR1710 mit acht HDMI-Eingängen protzt, kommt der 200 Mark günstigere NR1510 mit Fünfen aus. Und da der Hersteller um weitere Abstriche nicht umhin kam, wurde auf die serienmäßige Installation von Pre-Out- und Component-Video-Ausgängen verzichtet.

Höhen ohne Lautsprecher

Der 7.2 Kanal-Receiver Marantz NR1710 „pimpt“ das Heimkinoerlebnis mit mehrdimensionalen, objektbasierten Audioformaten wie Dolby Atmos, DTS:X und DTS Virtual:X. Die Dolby Atmos Height Virtualization kreiert ein 3D-Hörerlebnis, welches gänzlich ohne spezielle Höhen- oder Surround-Lautsprecher auskommt.

Der 5.2-Kanal-Receiver Marantz NR1510

In klassischen 5.1-, 7.1- oder 2.1-Lautsprecher-Setups werden künstlich Höheneffekte erzeugt. Diskrete Hochstrom-Leistungsverstärker stellen 90 Watt beim NR1710 beziehungsweise 85 Watt beim kleineren, 5.2 Kanal-Receiver Marantz NR1510 zur Verfügung.

Neueste Video- und Bildformate

Der „große“ Marantz verfügt über acht HDMI-Eingänge, von denen sich einer auf der Vorderseite befindet. Jeder Input unterstützt die neuesten Video- und Bildformate wie HDCP 2.3, 4K Ultra HD 60Hz Video, 4:4:4 Pure Color Sub-Sampling, Dolby Vision, HLG, High Dynamic Range (HDR10) und BT.2020 Passthrough.

Der „große Bruder“ Marantz NR1710

Der eARC (Enhanced Audio Return Channel) erlaubt die Übertragung von verlustfreien und objektbasierten Audioformaten wie Dolby TrueHD und Dolby Atmos von TV-Apps. Um die Installation zu erleichtern, sind die Premium-Lautsprecheranschlüsse des NR1710 und NR1510 farblich markiert. Darüber hinaus werden entsprechend markierte Etiketten für die Lautsprecherkabel mitgeliefert.

Integrierte HEOS-Technologie

Der Setup-Assistent und das Raumakustik-Korrektursystem Audyssey MultEQ machen die optimale Einrichtung via Bildschirmführung recht simpel. Über die integrierte HEOS Technologie unterstützen beide Geräte führende Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Google Assistant (Deutsch geplant für 2019) und Apple Siri.

Mit der HEOS App können Anwender per Sprachbefehl Musik von verschiedenen Streaming-Diensten abspielen, zwischen den angeschlossenen Multiroom-Komponenten wechseln, die Lautstärke anpassen, die Wiedergabe pausieren, stummschalten und vieles mehr.