Ist das jetzt eine schlechte Nachricht? Hisense teilt in einer Presse-Erklärung mit, dass der auf der CES in Las Vegas präsentierte 8K-QLED-TV vorerst noch nicht in den Handel kommt. Ohne die Qualität und die Innovationsfreude des chinesischen Herstellers kritisieren zu wollen, wage ich die freche Frage: was sollte Otto Normalverbraucher mit dem Ding auch anstellen? Gibt ja nix zum kucken, oder?

Noch immer steht es Unentschieden zwischen dem nicht wirklich rivalisierenden Lager der mit 4K-Technik vollauf zufriedenen Konsumenten und dem der Neugierigen, die wissen wollen, was „danach“ kommt und begeistert auf ein noch hochauflösenderes TV-Zeitalter warten. Eines kann man getrost feststellen: Hisense hat bei beiden Parteien bleibende Eindrücke hinterlassen.

US-TV-Hersteller Vizio lästert in TV-Spot über Curved-Flatscreens

Zu den diesjährigen Produkt-Highlights zählte neben dem „Zukunfts-Fernseher“ der weltweit erste Dual Color 4K Laser Cast TV. Bei einer weiteren in Amerika anscheinend unvermeidlichen Award-Zeremonie der „Global Top Brands“ wurde das Unternehmen aus China für die Entwicklung des 4K Laser Cast TV mit dem „Golden Display Tech Gold Award of the Year“ ausgezeichnet.

Bleibt abzuwarten, ob Donald Trump nach seiner alternativlosen „Inthronisation“ interveniert und diese Trophäe eventuell auf eine Kiste des US-Herstellers Vizio stellt. „Made in America“ würde zum Wahlkampf-Gebrabbel „Make America strong again“ passen. In einem Werbespot nimmt Vizio das Konzept der im Jahre 2014 erstmals (natürlich von Asiaten) präsentierten Curved TVs auf die Schippe.

Geheimniskrämerei über Verkaufsstart und Preis hält an

Klare Botschaft: Kunden sollen die American-made Flatscreens den gebogenen TVs aus Fernost vorziehen. Im Spot wird eine fiktive „Anti-Curve-Brille“ angepriesen. Diese soll das geschwungene Bild wieder gerade biegen und somit die vermeintlichen Nachteile von Curved TVs ausbügeln – ach, was habe ich lachen müssen!

Zurück zu Hisense. Die aktuelle Variante des zuletzt auf der IFA 2016 präsentierten 4K Kurzdistanz-Projektors projiziert aus einem Abstand von nur 53 cm UHD-Darstellungen auf eine Bildfläche mit einer Diagonalen von 2,54 m (100 Zoll). Das Gerät verfügt über zwei Lichtquellen für intensivere und natürlichere Farben – exakt handelt es sich um eine maximale Leuchtdichte von 360 Candela pro Quadratmeter. Wann das Gerät in den Handel kommt und was es kosten wird ist immer noch ein streng gehütetes Geheimnis.

Der 8K-TV von Hisense wird noch auf sich warten lassen. Foto: Hisense