An TEAC werden sich hauptsächlich die gereifteren Jahrgänge unter den Lesern erinnern. In den 1970er und 1980er Jahren gehörte der japanische Hersteller edler HiFi-Geräte zur ersten Garnitur und ich persönlich muss heute noch weinen, wenn ich mich daran erinnere, dass ich dereinst als junger Depp eine vorzügliche, unverwüstliche und sensationell gute Tonband-Maschine verhökerte.

Von Beileidsbekundungen bitte ich höflichst Abstand zu nehmen. Logisch, dass ich die Ohren spitzte, als ich jüngst vom neuen Teac Stereo-Endverstärker AP-505 erfuhr. Beim genauen Betrachten erster Bilder des 1499 Euro teuren High-Enders denkt man als treuer alter Fan sofort „typisch TEAC“.

Drei Füße gegen Vibrationen

Hochwertige Seiten aus Aluminium-Legierung sind fest mit einem robusten Stahlchassis verbunden. Für ausgewogene Statik sorgen zudem die zum Patent angemeldeten „Pin-Point“-Füße an drei strategischen Positionen auf der Unterseite. Diese Bauweise trägt laut Teac dazu bei, die Übertragung von mechanischen Vibrationen zu reduzieren.

Die drei „Pin-Point“-Füße bekämpfen Vibrationen

Im Gegensatz zu anderen, oftmals sperrigen Bi-Amp/BTL-fähigen Leistungsverstärkern punktet der Teac AP-505 mit seiner praktischen „A4-Größe“. Dabei ist das kompakte Schmuckstück jedoch alles andere als unauffällig: Vor allem ein Paar große Pegelmesser an der Frontseite ziehen den Betrachter magisch in den Bann.

Konventionell oder „gebrückt“

Neben konventionellem Stereo mit maximal zwei Mal 115 Watt Ausgangsleistung versteht sich der noble Kraftzwerg auch hervorragend auf Bi-Amping und den Betrieb im BTL-Modus (Bridge Tied Load/Bridged). Hier werden mindestens zwei Geräte hintereinander geschaltet.

Im Bi-Amp-Modus lassen sich auf diese Weise Hoch- und Tieftöner unabhängig voneinander mit 115W + 115W Ausgangsleistung antreiben, während der BTL-Modus für jeden Kanal 220 Watt Power liefert.

Ein besonderes Herz

Dank eines vollständig symmetrischen Schaltungsdesigns von der Eingangs- bis zur Endstufe leitet Teacs jüngster Musterknabe Audiosignale unverfälscht weiter. Hinzu kommen hochwertige Bauteile wie MUSES8820E Dual-Operationsverstärker für die XLR- als auch die RCA-Eingänge.

Insgesamt acht leistungsstarke 4700μF-Kondensatoren, ein überdimensionaler Ringkerntransformator mit Schottky-Barrieredioden und ein passives Kühlkonzept für besonders geräuscharmen Betrieb machen das Kraut fett. Als Herz des Verstärkers darf ein Ncore-Modul von Hypex bezeichnet werden, das von Teacs Entwicklern nach umfangreichen Hörtests weiter optimiert wurde.

Der „Steckbrief“

•             115W + 115W maximale Ausgangsleistung bzw. 220W im BTL-Modus
•             Hypex Ncore Leistungsverstärkermodul, von TEAC angepasst
•             Kann im Stereo-, Bi-Amp- und BTL-Modus betrieben werden
•             Vollsymmetrisches Schaltungsdesign
•             MUSES8820E Dual-Operationsverstärker für hochwertigen Klang
•             Großvolumiger Ringkern-Transformator mit Schottky-Barrieredioden
•             Analoge Pegelmesser mit vierstufiger, dimmbarer Hintergrundbeleuchtung
•             Symmetrische XLR- und unsymmetrische analoge RCA-Audioeingänge
•             Automatische Energiesparfunktion
•             Hochwertiges und besonders stabiles Ganzmetallgehäuse
•             Kompaktes Design mit geringer Stellfläche im A4-Format