Der Cyber Monday am 27. November und der Black Friday drei Tage zuvor: zwei relativ neue Begriffe, die auf die meisten Verbraucher eine magische Wirkung haben. Eingedeutschte Synonyme für „Schnäppchen“ und „Sparen“ sozusagen. In Kürze locken also wieder zahlreiche Rabatte seitens der Onlinehändler.

Wie lohnenswert die Angebote wirklich sind, hat das Vergleichsportal guenstiger.de anhand der Händleraktionen aus 2016 geprüft. Das Fazit: Bei der Amazon Cyber Week, die heuer vom 20. bis 27. November stattfindet, können Käufer weitestgehend sparen, während sich beim Black Friday nur jeder zweite Deal lohnt.

Sonderangebote im Minutentakt

Der Online-Versandriese Amazon verspricht bei der Cyber Monday Week traditionell Sonderangebote im Minutentakt. Dabei stehen laut guenstiger.de-Studie die Chancen gut, auf ein wahrhaftig günstiges Angebot zu stoßen.

Bei 102 der 120 untersuchten Stichproben aus 2016 verlangte Amazon tatsächlich einen niedrigeren Preis als seine Wettbewerber. Im Schnitt kosteten die Produkte zwölf Prozent weniger. Am größten fiel die Ersparnis bei Audiogeräten aus, die durchschnittlich sogar 17 Prozent günstiger angeboten wurden.

Schaler Nachgeschmack

Der „schwarze Freitag“ gilt als Feiertag der amerikanischen Schnäppchenjäger und findet hierzulande am 24. November statt. Immer mehr Händler sind auf den Zug aufgesprungen. Beim Black Friday 2016 entpuppte sich laut Studie jedoch nur jedes zweite Angebot als lohnenswert.

Das Vergleichsportal untersuchte die Rabattaktionen von zehn Onlineshops und stellte fest: Bei einem Viertel der Schnäppchen zahlten Käufer am Ende mehr als bei konkurrierenden Händlern, während 24 Prozent den üblichen Marktpreisen entsprachen. 102 der 200 Stichproben kosteten dagegen weniger.

Durchschnittlich 14 Prozent Ersparnis

Mit einer durchschnittlichen Ersparnis von 14 Prozent gab es die besten Angebote bei Saturn, gefolgt von Amazon und Comtech, die jeweils durchschnittlich 13 Prozent günstiger als die Mitbewerber waren. Bei den Stichproben der Cyber Monday Week gab Amazon Ersparnisse von durchschnittlich 33 Prozent an.

Diese wurden allerdings oftmals anhand der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) berechnet, welche meist weit unter den aktuellen Werten liegen. „Käufer sollten bei Rabattaktionen den Streichpreisen lieber keine Beachtung schenken“, meint Nicole Berg, Communications Manager bei guenstiger.de.

„Nicht unter Druck setzen lassen“

Anhand von Preishistorien, die zeigen, wie sich ein Produkt in den vergangenen Wochen preislich entwickelt hat, könne das Sparpotential weitaus besser beurteilt werden. Experten raten zudem, sich nicht unter Druck setzen zu lassen – auch, wenn die Angebote zeitlich oder auf ein bestimmtes Kontingent begrenzt sind.

„Händler spielen gerne mit einer künstlichen Verknappung, wodurch Käufer zu unüberlegten Entscheidungen neigen“, erklärt Berg. „Verbraucher sollten dennoch in Ruhe jedes Angebot kritisch hinterfragen und stets die Preise vergleichen.“

Aufwändiger Vergleich

guenstiger.de hat 120 Angebote der Amazon Cyber Monday Week 2016 mit rund 2000 seiner gelisteten Onlinehändlern verglichen. Zusätzlich wurden am Black Friday 2016 insgesamt 200 Stichproben von Amazon, ao.de, Alternate, Comtech, Conrad, Cyberport, Douglas, Redcoon, Saturn und TECHNIKdirekt geprüft.

 

[Quelle: guenstiger.de]