Nachdem die meisten TV-Veranstalter die Spezifikationen der Ultra HD Phase 1 eher kritisch aufgenommen hatten, arbeitete man beim DVB-Project 2015 weiter an dem Standard, um in diesem Jahr eine Weiterentwicklung zu präsentieren. Laut Executive Director Peter Siebert sei es das Ziel, nicht nur mehr, sondern auch bessere Pixel zu entwickeln. Am Ende soll ein völlig neues TV-System entstehen.

Phase 1 widmete sich 2160p und 60 Hz

Die im Jahr 2014 durch das DVB-Project bekanntgegebenen Spezifikationen von Ultra HD richteten sich in erster Linie auf den Unterschied zu Full HD und somit auf 3.840 x 2.160 Pixel, sowie 60 Hz Bildwiederholungsrate. TV-Veranstalter entgegneten mit wenig Begeisterung, denn Parameter wie Farbdynamik, Bildrate und Farbraum, sowie Audiowiedergabe spielten in Phase 1 keine Rolle. Doch für viele Rundfunkveranstalter sind gerade diese wichtig.

Beim DVB-Project hat man sich die Kritik scheinbar zu Herzen genommen und möchte deshalb in diesem Jahr mit einer Ultra HD Phase 2 überzeugen. Es gehe dann nicht nur um mehr, sondern auch um bessere Pixel, so Siebert. Weiter sollen eine höhere Framerate (HDR), erweiterte Farb- und Kontrasträume, sowie eine verbesserte Audiowiedergabe mit einfließen. Auch eine neue Form der Untertiteleinblendung sei geplant.

Es ist nur fair, zu sagen, dass wir damit faktisch an einem neuen TV-System arbeiten.

Wann genau die Arbeiten an der Ultra HD Phase 2 beendet sind, ist noch nicht bekannt. Angesichts der Kritik an Phase 1 dürfte man sich jedoch beeilen wollen, einen verbesserten Standard zu veröffentlichen, damit die TV-Veranstalter an ihren Sendern und Techniken weiterarbeiten können.

[DigitalFernsehen]