Bildschirme, die keine Rückschlüsse auf ihre Hersteller zuließen sowie 35 Leserinnen und Leser des video-Magazin, die bei der ihnen zugewiesenen Begutachtung und Beurteilung der Bildqualität der Flatscreens vorsätzlich dazu verdonnert waren, im Dunkeln zu tappen. Sowas bezeichnet man heute unnötig martialisch als Shootout.

Vor kurzem schickten die Hersteller Philips, LG, Panasonic und Sony ihre Top-Modelle aus der Abteilung OLED-TVs nach München, wo sie in der BMW-Motorwelt wie Kandidaten bei einer polizeilichen Gegenüberstellung aufgebaut wurden.

Verhüllt und kalibriert

Sowohl Rahmen als auch Füße der nebeneinander aufgestellten Geräte verhüllte man sorgfältig. Zudem wurden die Displays beim Umschalten verdeckt, damit Einblendungen von Menüs keinen Hinweis auf die Marke geben konnten. Auf diese Weise habe man den Einfluss von Markenpräferenzen ausgeschlossen.

Vor dem, ähm, Shootout wurden alle Geräte von einem Team des video-Magazins sorgfältig kalibriert und diverse Optionen der Engines deaktiviert, um – wie es heißt – „die grundlegenden Eigenschaften der jeweiligen TVs beurteilen zu können“. Der Testaufbau erlaubte den unmittelbaren Vergleich der Bildqualität bzw. die Effektivität der bildverbessernden Technologien der vier TV-Modelle in der Größe 65-Zoll, zu denen der Philips OLED+ 903, der Sony AF9, der Panasonic FZW804 und der LG C8 gehörten.

Zwei Testdurchgänge

In der ersten Runde wurden elf Videoclips und Streams von einem Media PC sowie einer Xbox One X jeweils zwei Mal gezeigt. Dabei kam auch Material im HDR-Format zum Einsatz. Das Ergebnis der Leserjury beim Vergleich der kalibrierten Geräte war ein Sieg des Philips OLED+ 903 mit über 33 Prozent der Stimmen vor Panasonic mit 23 Prozent und der Option „keine Präferenz“ mit 22 Prozent.

Für den zweiten Durchgang wurde auf den Geräten der Bildmodus Vivid / Dynamisch / Lebendig ausgewählt. Diese Voreinstellung zeigt das Potential der Bildverarbeitung der verschiedenen Hersteller, da hier alle bildverbessernden Maßnahmen aktiviert sind, was eine gute Vergleichbarkeit der Technologien erlaubt. Auch im zweiten Durchgang wurden dieselben Videoclips jeweils zwei Mal gezeigt.

„In allen Bereichen stark sein“

Das Ergebnis fiel noch eindeutiger als beim Vergleich der kalibrierten TVs aus. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer votierten für den Philips OLED+ 903 – gefolgt vom Panasonic mit 18 Prozent auf dem zweiten Platz. Somit wurde der Philips-OLED TV (erhältlich in den Größen 55 und 65 Zoll für 2499 bzw. 3499 Euro) zum Testsieger erkoren.

Auf das Resultat angesprochen, erklärt Philips TV Director Danny Tack: „Während sich unsere Wettbewerber auf einzelne Elemente der Bildqualität konzentrieren, suchen wir nach Möglichkeiten, in allen Bereichen stark zu sein. Hinzu kommt unser neuestes Merkmal der P5 Engine. Perfect Natural Reality optimiert Bilder hervorragend und zeigt SDR-Quellen in HDR-Qualität.“