Die Blu-ray konnte den Erfolg der DVD nie wiederholen. Dies liegt auch daran, dass das Internet einem immer leichtere Möglichkeiten bietet, an den gewünschten Content zu kommen – ob nun legal oder illegal. In Bezug auf 4K-Content kommt noch die erschwerende Tatsache hinzu, dass es so gut wie keine Datenträger mit derartigem Inhalt gibt. Die Verkaufszahlen physischer Datenträger nehmen unterdes immer mehr und mehr ab.

Machen Werke für 4K-Datenträger überhaupt Sinn?

Wie der japanische Elektronik-Konzern Sony kürzlich in seinem Geschäftsbericht erklärte, nehme die Auslastung der Fertigungskapazitäten von physischen Datenträgern immer mehr ab. Besonders in Europa sinke die Nachfrage schneller als erwartet. Dies lässt die Frage aufkommen, ob eine Fabrik für 4K-Medien überhaupt noch Sinn macht, wenn Video-on-Demand und der illegale Download-Markt den Absatz immer geringer werden lassen.

Sony selbst hat sich um jede Frage bezüglich 4K-Blu-rays gewunden und verwies stets auf die Blu-ray Disc Association (BDA). Diese hat derzeit aber auch nichts zu verkünden. Trotzdem will Orion auf der IFA 2014 nun erst einmal den „ersten echten 4K-Blu-ray-Player“ vorstellen. Es muss daher abgewartet werden, wie sich die Hersteller von Blu-rays entscheiden. Zumindest bleibt noch die Option, dass 4K-Inhalte mittels Video-on-Demand auf den Systemen landen könnten. Das dürfte dann aber noch eine Weile dauern, da es hierfür spezielle Satelliten benötigt.

[Hardware.de]