Blackmagic Design? Dieser kalifornische Kamera-Hersteller ist hierzulande noch ziemlich unbekannt. Ein Geheimtipp unter Insidern sozusagen. Recht lange wird das wahrscheinlich nicht mehr so bleiben, denn mit der URSA Mini Pro 4.6K stellten die Amis eine neue professionelle Kamera vor, die anspruchsvollste Digitalfilmqualität liefert und zugleich die Ergonomie und Features einer herkömmlichen Broadcastkamera bietet.

Die URSA Mini Pro ist im besten Sinne des Wortes ein Tausendsassa. Sie hat eine massige Anzahl an haptischen Steuerelementen, Reglern und Tasten an Bord, die ihre Bedienung beschleunigen. Des Weiteren ist sie mit internen optischen ND-Filtern, einem neuen austauschbaren Objektivanschluss, einem Rekorderpaar für duale CFast-2.0-Karten und einem weiteren für duale SD/UHS-II-Karten und vielem mehr ausgerüstet.

Robust, leicht, enorm vielseitig

Ab sofort ist der Body dieses erstaunlich vielseitigen Geräts für  6850 Euro erhältlich. Die neue URSA Mini Pro vereint Digitalfilmtechnik mit fortschrittlichen Broadcastfunktionen und ergonomischen Attributen. Das macht sie zur Kamera für Highend-Spielfilme, Fernsehshows, Werbespots und Independent-Filme sowie für Broadcast-News, Studio- und sogar für Live-Multikameraproduktionen.

Alles was Nutzer benötigen, steckt in einem kompakten Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung. Es ist robust und leicht genug, um diese handgehaltene Kamera überall einzusetzen. Die Ausstattung umfasst eine LCD-Statusanzeige zum Sichten relevanter Drehinformationen, einen Ausklapp-Bildschirm zur Beurteilung von Einstellungen ohne Einsatz eines extra Onset-Monitors, professionelle 12G-SDI-Anschlüsse und XLR-Audiobuchsen  sowie kamerainterne Stereomikrofone.

Dynamikumfang von 15 Blendenstufen

Für die Bildqualität sorgt ein maßgefertigter 4.6K-Sensor, der Bilder mit bis zu 4608 x 2592 Bildpunkten, einem massigen Dynamikumfang von 15 Blendenstufen und einem ultrabreiten Farbumfang erfasst. Diese Kamera prozessiert die Rohdaten vom Sensor mit Blackmagic Design Farbverarbeitung der dritten Generation. Sie meistert sämtliches Material von regulärem Rec. 709 Broadcast-HD bis hin zu HDR-Digitalfilmproduktionen in aktuellstem Rec. 2020.

Die kamerainternen Neutraldichtefilter (ND) mit IR-Kompensierung dienen dazu, die auf den Sensor treffende Lichtmenge blitzschnell zu reduzieren. Die speziell auf die Kolorimetrie ausgelegten Filter für 2, 4 und 6 Blendenstufen geben selbst bei sehr kontrastreichen Beleuchtungsverhältnissen zusätzlichen Spielraum. Auf diese Weise sind mit unterschiedlichen Blenden- und Verschlusswinkelkombinationen eine geringere Schärfentiefe oder spezifische Bewegungsunschärfen bei breiter gefächerten Lichtverhältnissen erzielbar.

Direkter Zugriff auf Einstellungen

Die einer Broadcastkamera ähnliche Haptik der URSA Mini Pro manifestiert sich in leistungsstarken, außen an der Kamera angebrachten Bedienelementen, Tasten, Reglern und Knöpfen. Diese geben dem Nutzer direkten Zugriff auf die wichtigsten Kameraeinstellungen. Die logisch nachvollziehbar angeordneten Steuerelemente kann man sich leicht merken.

So kann der Kameraoperator die Kamera bedienen, ohne auf die Tasten zu schauen. Überdies ist ein Statusbildschirm eingebaut, der wichtige Daten wie den Timecode, Verschluss- und Objektiveinstellungen, den Akku- und Aufzeichnungsstatus sowie die Audiopegel anzeigt. Das Statusdisplay mit Hintergrundbeleuchtung ist für gute Sichtbarkeit konzipiert, sei es im abgedunkelten Studio oder im direkten Sonnenlicht.

Kompatibel mit vielen Objektiven

Die Ausstattung mit einem revolutionären neuen Wechselmount macht die Kamera mit nahezu allen professionellen Objektiven kompatibel. Die Kamera wird mit einem EF-Mount für hochwertige fotografische Objektive ausgeliefert.

Um anspruchsvolle Film- oder Werbeproduktionen zu drehen, die nach großen Kino-Objektiven verlangen, nimmt man einfach den EF-Mount ab und tauscht ihn gegen einen PL-Mount aus. Selbst ein B4-Mount ist erhältlich, um mit Broadcast-HD-Objektiven zu filmen. Die URSA Mini Pro ist mit einem regulären 12-poligen Hirose-Anschluss für die Objektivsteuerung ausgestattet.

Duale Kartenschächte

Da die Kamera je zwei Rekorderpaare für duale CFast-2.0-Karten und duale SD/UHS-II-Karten an Bord hat, können sich Benutzer ihr bevorzugtes Speichermedium für ihre Projekte aussuchen. CFast-Karten sind ideal für vollaufgelöste RAW-Aufzeichnungen, während sich preiswerte handelsübliche SD- und UHS-II-Karten für ProRes-Ultra-HD- und HD-RAW-Dateien anbieten.

Der Nutzer entscheidet sich für den Medientyp, legt die Karten ein und ist drehbereit. Dank der Verfügbarkeit dualer Kartenschächte für beide Medientypen gibt es keine durch den Kartenwechsel erzwungenen Drehstopps. Ist eine Karte voll, wird automatisch auf der anderen weiter aufgezeichnet.

DaVinci Resolve Studio Software als Zugabe

Die volle Karte kann bei laufendem Kamerabetrieb gegen eine leere ausgetauscht werden. Die URSA Mini Pro kann Dateien in verlustfreiem 12-Bit CinemaDNG RAW aufzeichnen, oder für unkomplizierte Postproduktions-Workflows mit minimalem Speicherbedarf in 10-Bit ProRes.

Im Lieferumfang  ist die DaVinci Resolve Studio Softwarevollversion inbegriffen, womit Nutzer eine komplette Postproduktionslösung in die Hand bekommen. Diese mächtige Software vereint ein nichtlineares Videoschnittsystem mit dem fortschrittlichsten Farbkorrektursystem.

Direkt korrigieren und fertigstellen

Damit kann man mit der URSA Mini Pro gefilmte Projekte importieren, farbkorrigieren, fertigstellen und ausliefern. Weil DaVinci Resolve Studio nativ mit RAW- und ProRes-Dateien aus der Kamera arbeitet, können diese ohne vorherige Konvertierung oder Modifikation direkt in der Postproduktion verwendet werden.

Da es sich hier um einen wirklich verlustfreien Workflow handelt, bleibt auch das letzte Quäntchen an Bildqualität erhalten. „Professionelle Kameraleute und Kinematografen lieben die fulminante Bildqualität der URSA Mini. Wir haben das Feedback dieser Leute angenommen und mit ihnen kollaboriert“, sagt Grant Petty, CEO von Blackmagic Design.

 

[Quelle: Blackmagic Design]