Irgendwie erscheint es logisch, dass TCL als erfolgreicher Hersteller von High-End-Fernsehern auch passende Soundbars bauen muss. Der TCL RAY·DANZ Klangriegel, den die Chinesen zur CES mitbrachten, kommt auf den ersten Blick eher unauffällig daher.

Das Gerät verfügt über ein Dreikanal-Lautsprechersystem – also einen Center und zwei Seitenkanal-Lautsprecher. Ein drahtloser Subwoofer gehört auch dazu. „Die Soundbar lässt sich an der Wand befestigen, um den Surround-Sound von Dolby Atmos zu verbessern“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Ohne Extra-Lautsprecher“

Wer sich vor Augen hält, dass lediglich drei Schallwandler vorhanden sind, um Raumklang zu schaffen, legt die Stirn in Falten. Schließlich braucht ein Dolby-Atmos-fähiges Soundsystem zusätzlich noch zwei Lautsprecher, die indirekt zur Decke hin abstrahlen.

TCL formuliert schwammig: „Das immersive Erlebnis kann mit virtuellen Dolby Atmos-Höhenkanälen erweitert werden, um Klänge von oben zu simulieren“. Auf diese Weise werde ein 360-Grad-Surround-Sound-Erlebnis ohne Extra-Lautsprecher geschaffen. Alles klar?

Abwarten empfiehlt sich

Noch lange nicht. „RAY·DANZ bietet eine Klangbühne, die normalerweise High-End-Heimkinosystemen vorbehalten ist. Das Ergebnis ist eine Soundbar, die eine insgesamt breitere, ausgewogenere und natürlichere Klangbühne liefert, als dies bei digitalen Systemen der Fall ist“, behauptet TCL.

Wie das funktionieren soll? „Einzigartige, nach hinten geneigte Seitenlautsprecher strahlen Töne in Richtung gekrümmter akustischer Reflektoreinheiten ab“. Kann man dem Braten trauen? Wir müssen wohl abwarten, bis TCL seine neue „Geheimwaffe“ in den Handel bringt und erste Tests vorliegen. Das Teil soll übrigens um die 400 Euro kosten.