Ich weiß auch nicht warum, aber jedes Mal, wenn es Neues von TCL zu vermelden gibt, dann hüpft mein greises Herz vor Freude. TCL – wer oder was war das noch gleich? Ach ja! Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Fernsehern. Aus China! Sagenhaft beliebt in den USA!

Die Marke ist hier bei uns in den von Samsung dominierten „Charts“ moderner 4K-TVs auf den hinteren Plätzen zu finden, obwohl gerade wieder neue Geräte für Europa auf den Markt gebracht wurden, die vor allem ihrer günstigen Preise wegen viel Anklang finden dürften.

Ein lebhafter Traum

Aber das allein ist es nicht, was mir den Blutdruck aufpoliert – da war doch noch etwas Anderes… Wer sich jetzt grämt, weil ihm (oder ihr) dünkt, dass der Autor mal wieder nicht ganz richtig tickt, lasse sich von selbigem ferndiagnostisch beruhigen: mein jüngster wunderbarer Traum fällt mir gerade wieder bruchstückhaft ein.

Genau. Alles drehte sich um das Donald Ducks Disneyland, in dem der alte Erpel aus unerfindlichen Gründen das Zepter an einen gewissen Donald Dumb übergeben hatte, der nun so gar nicht in das Imperium der auf der ganzen Welt beliebten Spaßmacher und Komödianten passte.

Der orangefarbene Ballon

Im Gegensatz zum ewigen Pechvogel Duck war Dumbs Markenzeichen kein lustiger, gelber, breiter Schnabel, sondern eher ein orangefarbener Ballon von Kopf, dessen fast ständig offen stehende Fressluke einem rotumrandeten Rechteck glich, aus dem die ganze Zeit beleidigende, bösartige, hinterhältige, feige und diskriminierende Botschaften quollen.

Binnen kürzester Zeit steckte Dumbs abgrundtiefer Hass auf alles, was nicht aus dem Magic Kingdom stammte, buckelkratzende und den neuen Chef hofierende Lakaien an. Es ward zur Gewohnheit, dass ohne das geringste Gespür für Diplomatie sowie gänzlich von Sitte und Anstand befreit verbal auf vermeintliche Volksfeinde eingedroschen wurde.

Beängstigende Farbpalette

Ganz oben auf der Liste standen die Repräsentanten des Reiches der Mitte, die Donald Dumb unverhohlen des Diebstahls und der Ausbeutung seines Reiches bezichtigte, indem sie zum Beispiel einfach bessere Fernseher bauten, die noch dazu viel billiger als die einheimischen Produkte waren.

Anhand von Dumbs Birne konnte man den jeweiligen Zustand seiner Erregung leicht erraten. Erst glomm sie sonnenuntergangsartig wie über einem Golfplatz in Forida, dann wurde ihr Schein intensiver und unheimlicher wie zum Auftakt eines Tornado-Gastspiels an der Grenze zu Mexico. Die beängstigende Farbpalette reichte von gelben und roten Nuancen bis hin zu purpurnem Herzinfarktsrot.

Der umzingelte Ochse

Die duckmäuserischen Hofschranzen stoben in alle Richtungen auseinander. Jeder der Speichellecker gab vor, intensivst mit irgendwas beschäftigt zu sein – da fing der jähzornige Lampion an zu – ähm – „sprechen wie Alexa“? Das trifft es nicht. „Brüllen wie ein Ochse am Spieß“ kommt dem Inferno geringfügig näher.

Zum Ambilight-Effekt, auf den Philips sicher überhaupt nicht stolz gewesen wäre, gesellte sich ein von blinder Rage und jähem Zorn geprägter Beleidigungs-Wortschwall gegen alles und jeden, der glücklicherweise gänzlich ohne Dolby Atmos-Effekte auskam, weil er – gepimpt mit solch raffinierten Tricks – schlicht und einfach nicht zu ertragen gewesen wäre. Was war los? Eigentlich nix besonderes – Donald Dumb fühlte sich einmal mehr von Feinden umzingelt und ausgebeutet.

Zu viel Zucker für den Affen

Exkremente, die er ausschied, landeten leider nicht in der mit einer Sicherheitsnadel versehenen Windel, sondern ergossenen sich ätzend giftig und zerstörerisch in des jähzoringen Riesenbabys Microkosmos. Aber im Traum klappte es dann: Donald Dumb gab seinem eigenen Affen zu viel Zucker und endlich – pfumpf – zerplatzte seine Brüll-Birne in tausend Stücke und es herrschte himmlische Ruhe und temporärer Frieden. Ach wenn ich doch mehr solch segensreicher Träume im Repertoire hätte! Huawei, wäre das schön…