In den letzten zehn Jahren hat sich die Geschichte der Innovationen rund um das Medium Fernsehen mit hohem Tempo fortgesetzt: Längst gehören flache TV-Bildschirme zum Standard in deutschen Wohnzimmern.  Die Anzahl hoch auflösender Fernsehprogramme (HDTV) ist rapide gewachsen und darüber hinaus sind mittlerweile die ersten Programme in Ultra-HD auf Sendung.

Mit der Verschmelzung von Fernsehen und Internet zu Smart-TV eröffnen sich viele neue Nutzungsmöglichkeiten. Da wundert es niemand, dass nach wie vor kaum ein anderes Medium so intensiv genutzt wird wie „die Glotze“: Laut Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) sehen die Menschen in Deutschland pro Tag im Durchschnitt 223 Minuten fern.

Parallelen zu Weihnachten

Mit Weihnachten verbindet TV übrigens Einiges! Allerdings feiert die Branche erst nach dem Fest der Feste: Das regelmäßige Fernsehen mit ständigem Programm erreicht anno 2017 parallel zum Weihnachtsfest sein 65-jähriges Jubiläum, das noch dazu gewissermaßen „doppelt“ begangen werden kann.

Denn im getrennten Deutschland fiel der Startschuss im Jahre 1952 um vier Tage versetzt: In der DDR bereits am 21. Dezember und in der BRD schließlich am 25. Dezember. Seit diesen Tagen hat das Fernsehen allgemein und mit ihm auch die Branche der TV-Hersteller eine rasante technische Entwicklung genommen, die mitverantwortlich für brandaktuelle, sehr positive Umsatzzahlen ist.

Deutliches Umsatzplus

„Besonders zur Weihnachtszeit werden Fernseher – wie übrigens auch die anderen Produkte der Consumer Electronics-Branche – stark nachgefragt: So erwarten wir in dieser Zeit ein sehr starkes Umsatzvolumen, das insgesamt etwa 30 Prozent des Jahresumsatzes ausmacht.

Hans-Joachim Kamp

Passend zum Jubiläum des regelmäßigen Fernsehens warten die TV-Geräte auch in 2017 mit starken Verkaufszahlen auf. 7,2 Millionen verkaufte Geräte in der Gesamtprognose bedeuten ein Umsatzplus von über vier Prozent“, verkündet Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, seine persönliche frohe Botschaft.

Fernsehspiel und Krönungsfeier

Zum Start des regelmäßigen Fernsehens in der Bundesrepublik Deutschland wurde übrigens ein Fernsehspiel übertragen. Bereits am 27. März 1953 fassten die ARD-Anstalten den Beschluss zu einem gemeinsamen Programm, dem „Deutschen Fernsehen“.

Nur rund ein halbes Jahr später, am 2. Juni 1953, begann mit der Übertragung der Krönungsfeierlichkeiten von Königin Elizabeth II. von England das Zeitalter der internationalen Fernseh-Direktübertragung. Im Jahr 1957 wurde die Millionengrenze der angemeldeten Fernseher überschritten, 1958 fiel der Beschluss für ein zweites Fernsehprogramm.

Ständig technische Innovationen

Zeitgleich mit dem Kabel-Pilotprojekt starteten 1984 dann auch die ersten privaten Programme in der BRD. Die konsequente Weiterentwicklung wurde stets von einer Reihe an technischen Innovationen wie den Kabel-Fernbedienungen (1954), der Halbleitertechnik (1956), dem Farbfernsehen (1967), der serienmäßige Fernbedienung (1975), dem Videotext (1977), dem Stereo- und Zweikanalton (1981) oder der Satelliten-Übertragung (1985) begleitet.

Albert Einstein eröffnet die IFA 1930. Der weltberühmte Physiker spricht zur Eröffnung der 7. Großen Deutschen Funkausstellung und Phonoschau, auf der ein erster „Fernseh-Demonstrations-Empfänger“ vorgestellt wird – ein Jahr vor dem Start der ersten Fernseh-Übertragung in Deutschland.                                                                                                                                                                                                    Bildquelle: Bundesarchiv

In den 1990er Jahren stellten PALplus (1991) oder die digitale Übertragung im DVB-Standard (1995) Meilensteine dar. „Die stetige Weiterentwicklung des Fernsehprogramms und die Vielzahl der technischen Innovationen aus dem TV-Bereich wirkten in Kombination stets als Motor für die Verkaufszahlen der Fernsehgeräte-Branche. Diese Bedeutung für den Endgeräte-Markt wird auch in Zukunft nicht verloren gehen“, gibt sich Hans-Joachim Kamp optimistisch.