Nicht jeder stand hinter der Entscheidung von Microsoft, der Xbox One Scorpio eine native 4K-Auflösung zu verpassen. Gründe hierfür waren in etwa dieselben, wie schon damals bei Smartphone und Tablet. Die Auflösung kann auf diese Distanz, die Spieler hier zum Bildschirm aufbauen, kaum wahrgenommen werden, vergleicht man sie mit Full HD. Auch DOOM-Entwickler und id Techs Lead Graphic Programmer, Tiago Sousa ist dieser Meinung.

„Performance sollte lieber in andere Bereiche gesteckt werden“

Doch was meint Sousa damit? Warum sollten Entwickler nicht auf natives 4K setzen? Ganz einfach: Die 4K-Qualität könnte auch durch das einfache Hochskalieren der Grafik erzeugt werden, was zwar nicht dasselbe ist, auf die Entfernung aber kaum unterschiedlich wahrgenommen werden dürfte. Die übrige Performance könnte dann laut Sousa in andere Bereiche wie CPU-Cycles und -Berechnungen gesteckt werden.

Da Konsolen in der Vergangenheit immer wieder das Argument anhaftete, den PCs aufgrund der geringeren Leistung hinterherzuhängen, wäre dies wohl tatsächlich eine bessere Verwendung. So könnte man bessere Belichtungen erzeugen, klarere Texturen, weitere Sichtfelder und schnelleres Rendern ermöglichen. Natürlich ist es jedem Studio vorbehalten, wie die Performance genutzt wird, aber Sousa weist hier unter Umständen auf einen interessanten Punkt hin.

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