Panasonic hat für den Herbst 2017 eine kompakte, leichte und deshalb auch drohnentaugliche Cinema-4K-Kamera angekündigt. Die neue AU-EVA1 ist zwischen der überaus erfolgreichen Lumix GH5 und der günstigsten VariCam von Panasonic angesiedelt.

Sie schafft 4K/60p und 2K/240p jeweils in 10-bit 4:2:2 (bis 400Mbps). Aufgezeichnet wird auf SD-Karten. Der neue 5,7K-Super35-Sensor bietet Dual native ISO. Der knapp 8000 Euro teure Body der EVA1 verfügt über das bei Filmkameras inzwischen recht beliebte Canon EF-Objektivbajonett.

Sechs Blendenstufen weniger sind möglich

Die Kamera ist mit einem neu entwickelten 5.7K auflösenden MOS-Bildsensor im «Super 35mm»-Format (ca. 26.7 x 14.3 mm) ausgestattet und zeichnet Videos in DCI 4K mit 60 Bildern pro Sekunde (4K/60p) oder in 2K mit bis zu 240 fps auf. Über ein ND-Filterrad können Aufzeichnungen um zwei, vier oder gar sechs Blendenstufen abgedunkelt werden.

„Anwender mussten sich für Aufnahmen in Kinoqualität oft zwischen unserer GH5 und der VariCam LT entscheiden“, sagt Nela Pertl, EMEA Marketing Manager bei Panasonic. „Die AU-EVA1 schließt mit ihrer kompakten Größe und dem neuen 5,7K Sensor diese Lücke und spricht eine ganze Reihe von Anwendungsbereichen in der Filmbranche an.“

Deutlich höher auflösende Bilder

Der 5,7K Sensor liefert durch seine erweiterte native Auflösung deutlich hochauflösendere Bilder, wenn diese auf 4K, UHD, 2K oder gar auf 720p heruntergerechnet werden. Durch die höhere Pixelanzahl für Rot-, Grün-, und Blautöne entsteht im Ergebnis ein klares und akkurates Bild.

 

„Durch die doppelte native Grundempfindlichkeit benötigen Kameramänner bei unseren VariCams weniger Licht am Set, was Zeit und Kosten spart, aber auch interessante künstlerische Entscheidungen ermöglicht“, fügt Nela Pertl hinzu. „Die AU-EVA1 wird ebenfalls über eine doppelte native Grundempfindlichkeit verfügen. Wir testen die Kamera gerade intensiv, um die finalen ISO-Spezifikationen festzulegen.“

Höherer Farbraum als bei Film

Für Filmemacher ist es sehr wichtig, dass eine Kamera akkurate Farben und satte Hauttöne aufnehmen kann. Die AU-EVA1 bietet daher wie die VariCam Reihe ‘V-Log‘ und ‘V-Gamut‘ und liefert damit einen hohen Dynamikbereich und natürliche Farben. ‘V-Log‘ hat Log-Kurven-Charakteristika, die nahezu an Filmnegative erinnern und arbeitet in einem Farbraum, der sogar größer ist als beim Film.

Zudem verfügt die AU-EVA1 über erweiterten Farbraum der VariCam Reihe. Die neue Panasonic wiegt lediglich 1,2 Kilo (Body) und präsentiert sich recht kompakt (17 cm x 13,5 cm x 13,3 cm). Der Griff der Kamera ist abnehmbar. Sie filmt effizient Handheld-Shootings und kann an einer Drohne, einem Gimbal-Rig oder einem Kamerakran für komplexe und zeitgleich flüssige Kamerabewegungen befestigt werden.

Objektive vieler Hersteller nutzbar

Die Kamera nimmt auf den kostengünstigen und weit verbreiteten SD-Karten auf, was sie ideal für kleinere Filmprojekte macht. Sie filmt in verschiedenen Formaten und Kompressionsraten und bietet selbst in 4K bis zu 10-Bit 422. Eine komplette Auflistung der Aufnahmeformate steht zum Release der Kamera zur Verfügung.

Wegen des nativen EF-Mounts können Anwender sowohl EF-Objektive als auch Premium- und Zoom-Objektive anderer Hersteller nutzen. Die elektronische Bildstabilisierung (Electronic Image Stabilisation/EIS) kompensiert Wackler und trägt dazu bei, dass Handheld- oder Schulterkameraaufnahmen wackelfrei bleiben. Als professionelle Filmproduktionskamera bietet die AU-EVA1 duale symmetrische XLR-Audioeingänge und 4K-fähige Videoausgänge via HDMI und SDI. Zudem wird nach einem zukünftigen Firmware-Update ein 5,7K RAW Output für Aufnahmen auf externe Recorder ermöglicht.

 

[Quelle: Panasonic]