Auf der noch bis zum 12. Februar stattfindenden Integrated Systems Europe in Amsterdam, präsentiert Samsung das Konzept für OLED-Videowände. Die OLED-Videoleinwände bestehen aus vier transparenten und spiegelnden OLED-Panels mit je 55 Zoll Diagonale.  Das OLED-Display ist mit einer Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Blickpunkten versehen, welches eine Durchlässigkeit von 45 Prozent hat. Laut Hersteller werden 100 Prozent des NTSC-Farbraums abgedeckt. LCD-Displays kommen auf eine Durchlässigkeit von 10 Prozent und können maximal 70 Prozent des Farbraums darstellen.

Das kann das OLED-Display

Außerdem bietet das Spiegel-OLED-Display eine Reflexionsrate von 75 Prozent, laut Samsung ist auch das deutlich höher als bei LCD-Pendants, die eine Rate von 50 Prozent haben. Im Vergleich zu LCD-Displays hat Samsung bei den neuen OLED-Displays auch in Punkto Kontrastwert nachgelegt. Dieser ist mit 100.000:1 angegeben und soll eine Antwortzeit von unter einer Millisekunde haben. Seit 2007 produzieren die Koreaner bereits OLED-Displays, jedoch konzentrierten sie sich mangels der langsamen Verbreitung auf dem Markt in den letzten Jahren mehr auf die LCD-Technik. Anfang 2015 kam der Wendepunkt und sie trennten die LCD- und OLED-Teams in zwei separate Abteilungen auf.

Samsung machte die Technik der OLED-Displays schon im letzten Jahr publik und bewirbt sie seitdem mit viel Nachdruck. Dennoch mussten sich die Interessenten bis zur diesjährigen ISE gedulden, um einen Blick auf die neuen OLED-Displays werfen zu können. Die in Amsterdam präsentierten OLED-Leinwände stellen weiterhin Konzepte dar, allerdings sollen sich auch bald kommerziell verfügbar sein. Die von Samsung für dieses Jahr vier festgelegten Kernproduktlinien beinhalten: LED Signage, Outdoor Signage, Videowände und elektronische Tafeln.

Besagte Outdoor Signage-Displays sollen Temperaturen von minus 30 bis plus 50 Grad standhalten können. Auch Wasser und Staub soll ihnen nichts anhaben können. Mit einer Helligkeit von bis zu 3000 Nit und einem Kontrastwert von 5.000 zu 1, soll die Wiedergabe von hochauflösenden Videos auch im freien sichergestellt sein.

LG ist ebenfalls OLED-Technik Bereich aktiv

Neben Samsung ist vor allem der koreanische Konkurrent LG im Bereich OLED-Technik sehr engagiert. Auf der ISE waren sie mit einem einfachen gebogenen und wellenförmigen OLED-Signage-Displays vertreten. Diese sind in der Lage beidseitig Bilder anzuzeigen. Die Firma LG gründete Anfang 2014 eine Geschäftseinheit für OLEDs, die sich fortan um sämtliche Aspekte der Technik kümmern sollen. Sowohl Samsung als auch LG sind darum bemüht die OLED-Technik zu verbessern und auszubauen.

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