Der südkoreanische Konzern Samsung hat verkündet, dass er in absehbarer Zukunft keine neuen OLED-Fernseher in den Handel bringen wird. Denn laut Samsung ist die OLED-Technik auf Dauer irrelevant. Somit bietet dann nur noch LG OLED-Geräte an. Die aufwendige und preisintensive Produktion von OLED-TVs schlägt sich auch in den hohen Preisen pro Gerät nieder. Der Leiter von Samsungs Fernsehersparte, Kim Hyun-seok, sagte, dass es bisher zu wenigen Fortschritten gekommen sei und dass sich der Konzern stärker auf die Quantum-Dot-Technik für QLEDs konzentrieren möchte, da hier die Wahrscheinlichkeit für schnellere Fortschritte höher ist. Aufgrund der geringen Fertigungsausbeute, die sich auf die verwendete RGB-OLED-Technik begründete, hat der Konzern 2013 die Produktion von neuen OLED-Geräten gestoppt.

Was macht LG anders als Samsung?

LG hingegen verwendet eine Technik namens white OLED bzw. WOLED, mit der eine höhere Fertigungsausbeute möglich ist. Somit ist der Stückpreis geringer. LG bringt nun zwei neue Modelle in den USA auf den Markt, die es auch bald in Europa geben soll. Die neuen Geräte gibt es in der Größe von 55 und 65 Zoll. Aktuell gibt es in Europa den B6 OLED-Fernseher, der nicht gekrümmt ist wie der C6. Beide Modelle unterstützen Ultra HD sowie eine Funktion zur Spracheingabe, Screen Share- und Content Share-Funktionen. Dem Nutzer bieten sie unter anderem 3 HDMI- und 3 USB-Anschlüsse, eine RS232C-, eine optische und eine Ethernet-Schnittstelle. Beide LG Fernseher liegen preislich bei jeweils ca. 4.000 US-Dollar (UVP), was für den Endverbraucher immer noch ein ordentlich hoher Preis ist. Hinzu kommt, dass Samsung und LG sich derzeit um die Bezeichnung „SUHD streiten“. Seit 2015 vertreibt Samsung seine Premium-Geräte unter „SUHD TV“, doch in einer spanische Werbung wirbt LG offenbar mit „Super UHD“, das abgekürzt „SUHD“ ergibt. LG Electronics Spanien hat sich dafür inzwischen entschuldigt und gesagt, dass es sich hierbei um einen Fehler gehandelt haben muss.

[elektroniknet]