Schon wieder Neues aus dem Hause Panasonic. Vor ein paar Tagen wurde auf der CES der 4K-Consumer-Camcorder VXF 999 vorgestellt, der den VX 979 ablöst. Nach Hersteller-Angaben ist der Thron-Erbe besonders für die Erstellung „künstlerisch wertvoller“ Filme geeignet. Der UVP liegt bei – wie könnte es anders sein – 999 Euro! Foto Koch tanzt angenehm aus der Reihe.

Die technische Basis – der Halb-Zoll-Sensor – wurde übernommen. Für Aufnahme und Wiedergabe stehen jeweils vier Spezialfunktionen zur Verfügung. Ein Bedienrad für manuelle Einstellungen ist vorhanden, der Sucher mit einer Auflösung von 1,5 Megapixeln lässt sich kippen.

Parallele Bilderserien in 4K sind möglich

UHD-Aufnahmen können in 25p oder in 24p erstellt werden. Letztgenannte Einstellungen schließt die 100-Bilder-Zeitlupe jedoch aus. Blende, Weißabgleich, Shutter und Fokus lassen sich über das Rädchen vorne unter dem Objektiv vornehmen, wenn über den Sucher gefilmt wird. Ansonsten nimmt ein Touch-Display Befehle entgegen.

Ein Modusschalter erlaubt es, die „Filmkamera“ in einen soliden 20-Megapixel-Fotoapparat zu verwandeln. Ebenso ist es möglich, parallel zum Video Bildserien in 4K zu „schießen“. Nützliche Hilfswerkzeuge sind die zuschaltbare Vorausaufnahme (Pre-Rec), die Frequenzgang-Anpassung in den Kapiteln „Sprache“, „Natur“ oder „Musik“ sowie der automatische „Horizont-Geraderichter“.

Profis – die deshalb auch eher selten der Käuferschicht von Consumer-Camcordern angehören – hassen in der Regel Zoomwippen zur Festlegung des Bildausschnittes. Dass der Panasonic VXF 999 über virtuelle Tasten eine Verlangsamung bei der elektronischen Fahrt durch den Zoombereich erlaubt, werden sie anerkennend zur Kenntnis nehmen.

Wenig Licht deckt Schwächen schonungslos auf

Von der Qualität von 4K-Videos, die bei wenig Licht aufgenommen wurden, werden sie indes kaum schwärmen. Hier addieren sich Schwächen eines vergleichsweise kleinen Sensors und niedriger Datenraten. Die maximale Weitwinkel-Einstellung des Leica Dicomar-Objektives liegt bei 30 Millimetern Brennweite (KB), der 20-fache optische Zoom endet demnach bei 600 Millimetern. Die Anfangs-Lichtstärke im Weitwinkel-Bereich liegt bei 1.8 und sinkt dann kontinuierlich auf Blende 3.6. Andersrum wäre besser, ist technisch aber gewiss unmöglichl

Fazit eines Tests in der Zeitschrift „videoaktiv“: „Kaufen Sie auf keinen Fall den Vorgänger VX 979, sondern das diesjährige Topmodell. Es kostet das Gleiche, ist aber deutlich filmerfreundlicher. Besser sind Autofokus, Buchsenverteilung, die Effekte und der Autofokus“.